┬ę APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
05/27/2021

Rekord: Strabag hat Auftr├Ąge von mehr als 20 Milliarden offen

Plus 13 Prozent beim Orderbestand im ersten Quartal, vermeldet der heimische Bau-Riese

├ľsterreichs gr├Â├čter Baukonzern Strabag sitzt auf einem Riesenauftragspolster. "Das erste Mal in unserer Konzerngeschichte ├╝bersteigt der Auftragsbestand die Marke von 20 Mrd. Euro", teilte Vorstandschef Thomas Birtel am Donnerstag mit. Das war heuer im ersten Quartal ein Plus von 13 Prozent gegen├╝ber der Vorjahresperiode. "Ausschlaggebend sind Gro├čprojekte in Deutschland und Gro├čbritannien, aber auch kleinere Projekte, etwa im weiterhin stabilen Wohn- und B├╝robau", so Birtel.

Die Bauleistung war allerdings von 2,8 auf 2,7 Mrd. Euro "wetterbedingt r├╝ckl├Ąufig" (minus 2 Prozent), so der Konzern unter Verweis auf die "kalten Temperaturen im Februar und im M├Ąrz". Im Vergleichszeitraum des Vorjahres habe in allen M├Ąrkten - au├čer ├ľsterreich - dank des milden Winters gut gearbeitet werden k├Ânnen. In ├ľsterreich war es ab Mitte M├Ąrz 2020 im Corona-Lockdown zu einer vor├╝bergehenden Einstellung der Baustellen gekommen. Weiters sei ein gro├čes Tunnelbauprojekt in Chile im Jahresverlauf fast fertiggestellt worden.

Das Unternehmen besch├Ąftigte heuer im ersten Quartal um 2.210 Mitarbeiter weniger als noch vor einem Jahr - der Personalstand verringerte sich um 3 Prozent auf 71.292 Besch├Ąftigte. Hauptgrund daf├╝r sei die Abarbeitung des genannten Tunnelprojekts. In den restlichen M├Ąrkten war die Personalentwicklung "uneinheitlich", zum Teil wurde also aufgestockt, zum Teil abgebaut - unter dem Strich habe sich "aber praktisch keine Ver├Ąnderung" gezeigt.

Den massiven Zuwachs beim Orderbestand erkl├Ąrte die Strabag mit gro├čen Autobahnprojekten, die im Bereich Verkehrswegebau in Deutschland, Ungarn und Polen eingeworben worden seien. Im Hochbau wiederum sei die "Investitionszur├╝ckhaltung in einigen Segmenten, wie beispielsweise Hotels, sp├╝rbar". Daf├╝r seien mehrere Wohnbauprojekte akquiriert worden.

Deutschland und Gro├čbritannien h├Ątten am st├Ąrksten zu dem rasanten Wachstum des Auftragsbestands beigetragen. Aber auch in ├ľsterreich sei ein deutliches Plus von 30 Prozent zu verzeichnen gewesen. R├╝ckl├Ąufig war der Bestand in Polen, Serbien und den Benelux-L├Ąndern.

F├╝r das Gesamtjahr 2021 rechnet die Strabag in Summe mit einer stabilen Entwicklung: Die Leistung soll "leicht ├╝ber dem Vorjahresniveau von 15,4 Mrd. Euro" zu liegen kommen, die EBIT-Marge werde "unter 4 Prozent" sinken, nachdem sie 2020 von 3,8 auf 4,3 Prozent nach oben ging. Den R├╝ckgang begr├╝ndete der Baukonzern mit den "aktuellen Preisentwicklungen f├╝r Baumaterialien in allen Kernm├Ąrkten". Die Preise ziehen an. Das kommunizierte Konzernziel f├╝r die EBIT-Marge liegt bei rund 4 Prozent ab 2022. Die Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionst├Ątigkeit) sollten heuer 450 Mio. Euro nicht ├╝berschreiten, erwartet das Management.

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