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Wirtschaft
04/13/2021

Starwood sicherte sich vorerst nur knapp ein Drittel an der CA Immo

Dem US-Großaktionär wurden bei dem Übernahmeangebot nur 3,7 Prozent der CA-Immo-Aktien angedient.

Der US-Großaktionär Starwood Capital ist bei den Aktionären der CA Immo ziemlich abgeblitzt. Bei seinem Übernahmeangebot, das bis 9. April lief, wurden dem Interessenten nur 3,7 Prozent der Aktien abgetreten. In Summe kommt Starwood nun vorerst nur auf 33,2 Prozent, wie das Unternehmen Dienstagabend bekanntgab. Der Kernaktionär bot über die Beteiligungsgesellschaft SOF-11 Klimt CAI S.a.r.l. 36 Euro je Anteilsschein.

Nachfrist

Die Papiere der CA Immobilien Anlagen AG notieren an der Wiener Börse und schlossen am Dienstag bei 36,15 Euro je Aktie - damit lag der Kurs um 0,28 Prozent über dem Vortag. Das 52-Wochen-Hoch lag laut Website der Wiener Börse bei 37,90 Euro, das 52-Wochen-Tief bei 22,75 Euro.

Das öffentliche Übernahmeangebot für die CA Immo wurde am 22. Februar gelegt - die Annahmefrist endete am 9. April. Nun folgt noch eine dreimonatige Nachfrist bis 14. Juli, 17.00 Uhr.

Bis zum Ende der Annahmefrist wurden den Angaben zufolge 2,413.980 CA-Immo-Aktien zum Verkauf eingereicht. Das entspreche einer Annahmequote von 3,71 Prozent aller vom Angebot erfassten CA-Immo-Aktien.

"Verwässerte Basis"

Zusätzlich seien 811 CA-Immo-Wandelschuldverschreibungen im Wert von insgesamt 81,1 Mio. Euro zum Verkauf eingereicht worden, was einer Annahmequote von 40,55 Prozent aller vom Angebot erfassten CA-Immo-Wandelschuldverschreibungen entspreche.

Starwood wird "auf vollständig verwässerter Basis, d.h. unter der Annahme, dass nach Eintritt des Kontrollwechsels alle Wandelschuldverschreibungen gewandelt werden, 33,20 Prozent der ausgegebenen CA Immo Aktien halten", hieß es in der Mitteilung weiters.

Der Aktien-Angebotspreis von 36 Euro je CA-Immo-Aktie und der Angebotspreis für die Wandelschuldverschreibungen von 138.628,59 Euro je Wandelschuldverschreibung mit Nominalbetrag von 100.000 Euro werde den Inhabern von zum Verkauf eingereichten Beteiligungspapieren spätestens am 23. April 2021 über ihre jeweilige Depotbank ausgezahlt.

Keine Empfehlung

Das Settlement für Beteiligungspapiere, die während der Nachfrist zum Verkauf eingereicht werden, erfolge innerhalb von zehn Börsetagen nach Ende der Nachfrist. Während der Nachfrist wird den Angaben zufolge "ein reduzierter Angebotspreis von 120.937,26 Euro je Wandelschuldverschreibung" offeriert.

Vorstand und Aufsichtsrat der CA Immo AG hatten zu dem Übernahmeangebot von Starwood Anfang März keine Empfehlung abgegeben. In einem Statement des Vorstands wurde das Offert aber als zu niedrig qualifiziert - obwohl es erst eine Woche davor aufgebessert worden war.

Das Angebot von 36 Euro je Aktie lag laut Management um 6,2 Prozent unter dem damals letzten EPRA-Net-Asset-Value von 38,36 je Aktie per 30. September 2020 und um 11,2 Prozent unter dem erwarteten EPRA-NAV von 40,56 Euro samt dem fürs vierte Quartal angekündigten Neubewertungsergebnis von 205 Mio. Euro, hieß es damals in einer vom CA-Immo-Vorstand unterfertigten Stellungnahme auf der Homepage des Unternehmens.

Starwood Capital hatte zunächst 34,44 Euro je Aktie geboten und dieses Offert auf 36 Euro je Aktie erhöht. Die CA Immo wird so mit rund 3,6 Mrd. Euro bewertet.

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