So lässt sich Sprit sparen

Benzin und Diesel sind teuer - aber tanken muss man trotzdem. Damit die Fahrt zur Zapfsäule möglichst selten wird, hat der ÖAMTC die besten Tipps zusammengestellt.

Eine gleichmäßige Fahrt schont Nerven, Umwelt und macht sich dazu auch noch im Börserl bemerkbar. Wer vorausschauend fährt und ein paar weitere Tipps beachtet, der kann dadurch bis zu 20 Prozent Sprit und somit Geld sparen. Der ÖAMTC hat die besten Tipps für eine ökonomische und umweltschonende Fahrweise zusammengestellt. Die drei Hauptregeln lauten: 1. Richtig fahren hilft Sprit sparen 2. Fahrzeug-Extras zum Spritsparen einsetzen 3. Fahrzeugbezogene Tipps zum Spritsparen 1. Richtig fahren hilft Sprit sparen: Nach dem Start sofort losfahren
Ein kalter Motor braucht mehr Kraftstoff. Den Motor daher schonend warm fahren. Vorausschauend und möglichst konstant fahren
 Wer genügend Abstand zum Vordermann einhält, ist erstens sicherer unterwegs und kann zweitens Geschwindigkeitsunterschiede eleganter ausgleichen. Die Rollphasen können besser genutzt werden und der Verschleiß der Bremsen wird minimiert. Es gilt: Häufiges Bremsen und unnötiges Beschleunigen kostet Sprit, Zeit und Geld. Beschleunigungsphasen kurz halten
Ein Fahrzeug zu beschleunigen kostet mehr Kraftstoff. Daher sollte man so rasch wie möglich auf die gewünschte Reisegeschwindigkeit kommen. Bei konstanter Fahrt verbraucht das Fahrzeug weniger Sprit. Unnötige Schaltvorgänge vermeiden und Gänge, wenn möglich, überspringen
Das Motto lautet: Früh hoch und möglichst spät runter schalten. Das Fahrzeug hat für jeden Betriebszustand, beladen oder unbeladen, mit und ohne Anhänger, bergauf und bergab, den passenden Gang. Beim Beschleunigen ist der Gang zu wählen, der den Drehmomentbereich des Fahrzeuges am Besten ausnutzt. Diesen Bereich erfährt man aus der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges bzw. vom Fahrzeughersteller. Im höchstmöglichen Gang fahren
Unnötig hohe Drehzahlen vermeiden, denn diese kosten Sprit und erhöhen den Verschleiß. Deshalb mit mit möglichst niedriger Drehzahl fahren. Man glaubt es kaum, aber bei sehr vielen Fahrzeugen ist im Ortsgebiet der höchste Gang möglich. Das senkt den Verbrauch und mindert außerdem die Lärmbelastung. Rollphasen nutzen
Wenn das Fahrzeug im Schubbetrieb rollt, benötigt es keinen Kraftstoff. Konsequentes Ausnutzen von Rollphasen spart man am meisten Sprit und schont die Bremsen des Fahrzeuges. Grundsätzlich gilt: Umso höher der Gang, desto länger die Rollphase, umso niedriger der Gang, desto größer die Motorbremswirkung. Durch vorausschauende Fahrweise kann man Rollphasen auch im Ortsgebiet, zum Beispiel vor roten Ampeln, optimal nutzen. Im Stand Motor abschalten
Bei Stillstand den Motor ausschalten. Steht man beispielsweise länger am Bahnübergang, sollte man den Motor abstellen. Der Betrieb während des Wartens verbraucht sinnlos Kraftstoff und belastet die Umwelt. 2. Fahrzeug-Extras zum Spritsparen einsetzen: Klimaanlage
Klimaanlagen, Sitzheizungen und Standheizungen sollte man einschalten, wenn es das "Wohlbefinden" verlangt. Ergo: Man sollte die Geräte ausschalten, wenn man diese Einrichtungen nicht braucht. Tempomat sinnvoll einsetzen
Wenn ein Fahrzeug einen Tempomat hat, sollte dieser zum gleichmäßigen Fahren genutzt werden. Navigationssystem ausnutzen
Diese Geräte unterstützen den Lenker, den kürzeren oder optimalen Weg zu finden. Man spart Zeit, unnötigen Stress und kann sich besser auf einen wirtschaftlicheren Fahrstil und den Verkehr konzentrieren. Bordcomputer verwenden
Viele Fahrzeuge haben bereits einen Bordcomputer mit Verbrauchs- und Durchschnittgeschwindigkeitsanzeigen. Der Momentan- oder Durchschnittsverbrauch gibt Feedback über den eigenen Fahrstil. 3. Fahrzeugbezogene Tipps zum Spritsparen: Reifendruck – der Erfolgsfaktor
Reifendruck öfters kontrollieren. Zu geringer Druck lässt den Reifen schneller verschleißen und treibt den Spritverbrauch in die Höhe. Besonders bei beladenen Fahrzeugen, zum Beispiel vor der Urlaubsfahrt, sollte man den Reifendruck gemäß den Herstellerangaben anpassen. Durch optimalen Reifendruck, werden Rollphasen besser genutzt und Kraftstoff gespart. Dachträger nach Gebrauch demontieren
Die Vorteile moderner, strömungsgünstiger Karosserien gehen durch den Dachträger verloren, der Luftwiderstand steigt und der Verbrauch nimmt zu. Unnötiges Gewicht vermeiden
Wer das Auto regelmäßig entrümpelt und die Schneeketten im Sommer und sonstiges unnötiges Gewicht aus dem Kofferraum entfernt, spart Sprit. Bei den Reifen ist zu bedenken, dass unnötig breite Pneus Gewicht und Rollwiderstand und somit den Verbrauch erhöhen. Regelmäßig technischen Zustand überprüfen
Ein verschmutzter Luftfilter, alte Zündkerzen oder eine fehlerhafte Elektrik reduzieren die Motorleistung und treiben den Verbrauch in die Höhe. Bei Dieselmotoren führen verstellte Einspritzpumpen oder verschlissene Einspritzdüsen zu mehr Spritverbrauch.
(KURIER.at / spp) Erstellt am
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