Saugroboter: Helfer, aber kein Ersatz für Staubsauger und Mopp

Konsument hat Saug- und Wischroboter getestet. Vor allem in Ecken und an schwer zugänglichen Stellen zeigen sie ihre Schwächen.
Erschöpfte Person liegt nach dem Putzen auf der Couch.

Zusammenfassung

  • Saug- und Wischroboter erleichtern die Hausarbeit, ersetzen aber Staubsauger und Mopp nicht vollständig.
  • Die meisten Geräte reinigen Ecken, Kanten und schwer zugängliche Stellen nur unzureichend und benötigen Vorbereitung sowie Nacharbeit.
  • Roboter eignen sich als Zusatzgeräte, wobei auf austauschbare Akkus und Ersatzteile geachtet werden sollte.

Saug- und Wischroboter können die Hausarbeit erleichtern, ein Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger und den klassischen Wischmopp sind sie aber nicht. 

Meist muss man händisch nacharbeiten - zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift Konsument nach einem Test, über den die Arbeiterkammer Oberösterreich am Dienstag berichtete. Von 13 Geräten wurden elf als gut bewertet, wobei die Qualität nicht unbedingt mit dem Preis steige.

Die meisten Produkte weisen laut Test Schwächen auf: In Ecken, Kanten und schwer zugänglichen Stellen sei eine gründliche Reinigung oft nicht möglich. Zudem müssen Hindernisse wie Sessel, Spielzeug oder Kabel vorher händisch entfernt werden, damit der Roboter freie Bahn hat. Insgesamt kommen die Geräte auf harten Böden besser zurecht als auf Teppichen. 

Die meisten Modelle sammeln Staub mittels rotierender Bürsten ein, nur wenige arbeiten mit einem Saugsystem, wie man es vom klassischen Staubsauger her kennt. Einfache Roboter fahren zufällig umher, während vernetzte Geräte mit Sensoren etwa Hindernisse oder Stufen erkennen und mittels App von gewissen Bereichen ferngehalten werden können.

Große Preisspanne

Bei der Wischfunktion ziehen die einfachen Modelle ein Tuch über den Boden, bei besser ausgestatteten Geräten vibriert oder rotiert es. Bei einigen Topmodellen übernimmt die Ladestation u.a. das Ausspülen und Trocknen des Mopps. Meist benötigt man dafür aber eine große und sperrige Ladestation. 

Preislich lagen die getesteten Modelle zwischen 261 Euro und 1.285 Euro, wobei der Testsieger 619 Euro kostet, die beiden Ex-aequo-Schlusslichter, die als durchschnittlich bewertet wurden, 621 bzw. 481 Euro. Die teuersten Modelle rangierten im Mittelfeld.

Fazit der Tester: Die Geräte eignen sich als Zusatzgeräte im Haushalt und stellen keinen Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger oder das bisher gewohnte Aufwischen dar. 

Wer sich einen Roboter anschaffen will, sollte beim Kauf darauf achten, dass der Akku getauscht und Verschleißteile selber gewechselt werden können. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wird von den Herstellern zwischen zwei und 15 Jahren angegeben.

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