Reis könnte bald weltweit spürbar teurer werden

Reis könnte bald weltweit spürbar teurer werden
Indien schränkt Ausfuhren in Reaktion auf russische Aufkündigung des Ukraine-Getreide-Exportabkommens ein.

Nach Russlands Aufkündigung des Abkommens zum Export ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer schränkt Indien seinen Reisexport ein. Weißer Reis, bei dem es sich nicht um Basmati-Reis handelt, dürfe ab sofort nicht mehr exportiert werden, teilte das Ministerium für Verbraucherangelegenheiten am Freitag in Neu-Delhi mit. Dabei handle es sich rund um einen Viertel des gesamten Reisexports.

Mit dieser Maßnahme sollen die gestiegenen Reispreise für Konsumenten in Indien gesenkt werden, hieß es. Beim restlichen Reis gebe es keine Änderungen in den Exportrichtlinien. Indische Ausfuhrbeschränkungen könnten die weltweiten Reispreise weiter ankurbeln und Lebensmittelunsicherheit verstärken, hatte die Datenanalyse-Plattform Gro Intelligence kürzlich gewarnt.

Das Ministerium in Neu-Delhi betonte, der Reisexport aus Indien habe zuletzt deutlich zugenommen - trotz eines im vergangenen September eingeführten Ausfuhrzolls von 20 Prozent auf weißen Reis. Der Exportanstieg hänge unter anderem mit der Geopolitik und extremen klimatischen Bedingungen in Reis produzierenden Ländern zusammen, hieß es.

Die globale Lebensmittelsituation ist angesichts des russischen Angriffskrieg in der Ukraine bereits angespannt, was Getreidepreise in die Höhe getrieben hat. Diese Woche hatte Moskau ein Abkommen zum Export ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer trotz aller internationaler Appelle für beendet erklärt.

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