Wels und Gunskirchen: Raiffeisenbanken in OÖ wollen fusionieren

Mitarbeiterstand und Filialen sollen erhalten bleiben. Die Bilanzsumme der neuen Raiffeisenbank Wels liegt jenseits der zwei Milliarden Euro.
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Die Raiffeisenbank Wels und die Raiffeisenbank Gunskirchen in Oberösterreich stehen offenbar kurz vor einer Fusion. Laut einem Bericht der Oberösterreichen Nachrichten seien sich die Vorstände und Aufsichtsräte einig. Die Entscheidung über den Zusammenschluss soll auf den jeweiligen Generalversammlungen der Genossenschaften Ende Mai erfolgen. Durch die Fusion würden die beiden Banken mit einer Bilanzsumme von 2,57 Milliarden Euro zu einer der größten Raiffeisenbanken Österreichs werden.

Zur Einordnung: In Oberösterreich gibt es 64 Raiffeisenbanken mit ihren in Summe 344 Bankstellen. Die Bilanzsumme der oö. Raiffeisenbanken lag per Jahresende 2025 bei 35,0 Milliarden Euro (+3,2 Prozent). Über den einzelnen Banken fungiert die Raiffeisen Landesbank (RLB OÖ) als Zentralinstitut. Deren Konzernbilanzsumme belief sich Ende 2025 auf 48,7 Milliarden Euro (-1,2 Prozent).

Die Raiffeisenbank Wels, mit rund zwei Milliarden Euro Bilanzsumme die deutlich größere der beiden Banken, soll Namensgeberin des neuen Instituts werden. Ebenso bliebe die Zentrale in Wels. Gunskirchen wird eine große Bankstelle. Alle 16 Filialen - elf von Wels, fünf von Gunskirchen - sollen erhalten bleiben. Auch sämtliche knapp 200 Mitarbeiter sollen weiterbeschäftigt werden. Eine offizielle Stellungnahme der beiden Banken gab es am Samstag nicht.

"Informierte Kreise"

Gründe für die Fusion gebe es laut dem OÖN-Bericht, der sich auf "Informierte Kreise" stützt, mehrere: Die Märkte, in denen Wels und Gunskirchen tätig sind, würden sich ideal ergänzen. Außerdem benötige die große Zahl an Kommerzkunden größere Banken für Finanzierungen, und auch die steigenden regulatorischen Anforderungen spielten eine Rolle.

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