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Wirtschaft
05/15/2019

Prognosen: Das sind Österreichs treffsicherste "Wahrsager"

FocusEconomics vergibt "Analyst Forecast Awards" 2019. Österreich-Sieger schaffte in 4 von 5 Kategorien einen Stockerlplatz.

Die besten Wirtschaftsprognosen kamen 2018 vom Institut für Höhere Studien (IHS), Österreichs treffsicherster Ökonom war im Vorjahr Helmut Hofer. Auf dem zweiten Platz folgt Matthias  Reith (Raiffeisen Research), gefolgt von Stefan Bruckbauer (Unicredit).

Das ergab die Auswertung von FocusEconomics, einem Institut mit Sitz in Barcelona, das die Prognosen für 92 Länder weltweit und für 23 Rohstoffkategorien verfolgt und einmal im Jahr retrospektiv die besten Vorhersagen auswertet.

Bei den Top Drei der rot-weiß-roten Gesamtwertung wiederholt sich somit exakt das Vorjahresergebnis, obwohl sich die Wertung der Unter-Kategorien sehr wohl etwas verschoben hat.

Hofer schaffte in der Länderwertung für Österreich Stockerlplätze mit seinen Prognosen in gleich vier von fünf Kategorien (BIP, Zinsen, Inflation, Defizit). Die Kategorie Leistungsbilanz entschied Raiffeisen-Analyst Matthias Reith für sich. Unicredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer erreichte drei Top-Drei-Plätze. Bei Zinsen und Defizit waren die Ökonomen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) eine Klasse für sich.

FocusEconomics berechnet die Abweichung der endgültigen Daten von den vorhergehenden Prognosen. Diese wird gewichtet - das heißt, für frühere Prognosen ist ein größerer "Irrtum" legitim, als für spätere Prognosen. Wer am Ende die geringste Abweichung von der "Realität" aufweist, gewinnt den Analyst Forecast Award.

Weltweit lagen die Economist Intelligence Unit (EIU) und Oxford Economics an der Spitze, die 39 bzw. 38 erste Plätze in unterschiedlichen Ländern und Rohstoffkategorien erreichen konnten.