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Wirtschaft
11/11/2021

Polytec nach drei Quartalen mit mehr Umsatz und Gewinn

EBITDA stieg um 37 Prozent auf 28,3 Mio. Euro - Turbulenzen am Rohstoffmarkt und kurzfristige Abrufstornierungen belasteten das Ergebnis

Der börsennotierte oberösterreichische Autozulieferer Polytec konnte sein Ergebnis nach drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich verbessern. Der Nettogewinn betrug 3,6 Mio. Euro, nach einem Verlust von 10,4 Mio. Euro im Jahr 2020. Der Umsatz stieg auf 415,8 Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 379,4 Mio. Euro. Turbulenzen am Rohstoffmarkt sowie wiederholte, kurzfristige Abrufstornierungen belasteten jedoch das Ergebnis, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Das Plus beim Konzernumsatz sei auch auf eine coronabedingt niedrige Vergleichsbasis im Jahr 2020 zurückzuführen, hieß es in der Aussendung. Während der Umsatz im Marktbereich Passenger Cars & Light Commercial Vehicles um rund 21 Prozent stieg, sank er im Bereich Commercial Vehicles um rund 21 Prozent.

Das EBITDA stieg nach drei Quartalen um 37,2 Prozent auf 28,3 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge betrug 6,8 Prozent, nach 5,4 Prozent in der Vorjahresperiode. Die turbulenten Entwicklungen an den Rohstoffmärkten hätten das Unternehmensergebnis vor allem ab dem zweiten Quartal spürbar belastet. Außerdem berichtete Polytec von deutlich geringeren Abrufmengen und wiederholten, "extrem kurzfristigen" Abrufstornierungen durch Kunden, die zu höheren Kosten und gleichzeitigen Umsatzrückgängen geführt hätten.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte auf 7 Mio. Euro, im Vorjahr stand hier noch ein Minus von 6,2 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag damit bei 1,7 Prozent, nach -1,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Das Finanzergebnis lag nach neun Monaten bei -2,1 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum betrug es -2,4 Mio. Euro. Das Konzernergebnis von 3,6 Mio. Euro entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,15 Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich, basierend auf einer reduzierten Bilanzsumme, gegenüber dem Jahresbilanzstichtag 2020 um 3 Prozentpunkte auf 45,6 Prozent.

"Die Unwägbarkeiten im Hinblick auf den derzeitigen und zukünftigen Geschäftsverlauf erlauben keine fundierte Einschätzung zur Umsatz- und Ergebniserwartung", hieß es in der Aussendung in Bezug auf den Ausblick für das Gesamtjahr 2021. Das Polytec-Management erwarte jedoch weiterhin ein deutlich positives EBIT.

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