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Wirtschaft
08/12/2021

Autozulieferer Polytec schaffte im Halbjahr deutliche Ergebnisverbesserung

Der Konzerngewinn betrug 6,8 Mio. Euro nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum von 8,9 Mio. Euro.

Der börsennotierte heimische Autozulieferer Polytec hat im ersten Halbjahr eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum erzielt. Der Konzerngewinn betrug 6,8 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von 8,9 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 10,1 Mio. Euro, nach einem Minus von 7,0 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Konzernumsatz betrug 291,7 Mio. und lag - ob der Covid-19 bedingt niedrigeren Vergleichsbasis - deutlich ĂŒber der Vorjahresperiode (242,3 Mio. Euro). Der Anstieg sei im Wesentlichen auf die stark erhöhte Nachfrage im Marktbereich Passenger Cars & Light Commercial Vehicles zurĂŒckzufĂŒhren. Im Marktbereich Commercial Vehicles seien die Umsatzerlöse leicht unter dem Vorjahresniveau gelegen. Die niedrigeren UmsĂ€tze im Marktbereich Smart Plastics & Industrial Applications seien auf die im Dezember 2020 vollzogene Entkonsolidierung des GeschĂ€ftsbereichs "Industrial" zurĂŒckzufĂŒhren.

In Folge der Verwerfungen an den internationalen RohstoffmĂ€rkten seien die Einkaufspreise im zweiten Quartal 2021 abrupt und drastisch gestiegen. Die Rohstoffpreissteigerungen hĂ€tten im zweiten Quartal Materialaufwandserhöhungen verursacht, die signifikant ĂŒber der Planung lagen.

3708 Mitarbeiter

Das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg von 10,7 auf 24,2 Mio. Euro. Die turbulenten Entwicklungen an den RohstoffmĂ€rkten hĂ€tten insbesondere ab dem zweiten Quartal die Ergebnislage spĂŒrbar belastet, so Polytec. Zudem hĂ€tten im ersten Halbjahr die umfassenden Restrukturierungen und KapazitĂ€tsanpassungen im Vorjahr (Werksschließungen) das Ergebnis aufgrund der hohen Anzahl an Produktionsverlagerungen in andere Polytec-Werke noch belastet. Der Mitarbeiterstand (inklusive Leiharbeiter, FTE-VollzeitĂ€quivalente) lag per Ende Juni 2021 bei 3.708, nach 3.870 per Ende Juni 2020.

Zum Ausblick fĂŒr das Gesamtjahr heißt es in der Pressemitteilung, das Management der Polytec-Group geht weiterhin von einem Konzernumsatz von rund 575 Mio. Euro aus. Das Ebit werde auf Basis einer Neubewertung der aktuellen Risiken voraussichtlich rund 30 Mio. Euro betragen. Das Erreichen dieses Ausblicks unterliege jedoch bedeutenden Unsicherheiten. Insbesondere die drastisch gestiegenen Materialpreise stellten ein erhebliches Risiko fĂŒr die RentabilitĂ€t auch im zweiten Halbjahr dar. DiesbezĂŒglich seien die laufenden Kundenverhandlungen zur Kompensation der Preissteigerungen essenziell fĂŒr das Erreichen des Ausblicks. Eine Fortsetzung der kurzfristigen Automotive-Abrufreduktionen ĂŒber die Sommermonate hinaus, die Verknappung von Rohstoffen, insbesondere Elektronikchips, und die dadurch wiederholt auftretenden Disruptionen der Produktion wĂŒrden das Ergebnis zusĂ€tzlich belasten.

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