© Kurier/Gerhard Deutsch

Wirtschaft
08/12/2021

Paketboom beschert Post sehr starkes erstes Halbjahr

Fast 30 Prozent mehr Umsatz, das Betriebsergebnis steigerte sich um fast 115 Prozent

Die teilstaatliche √Ėsterreichische Post hat ein sehr starkes erstes Halbjahr 2020 hingelegt. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich um 114,5 Prozent auf 103,4 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 64,3 Prozent auf 184,5 Mio. Euro. Der Umsatz legte um 28,4 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro zu. Treiber des Gesch√§ftes war der starke Anstieg bei den Paketen, beim Brief gab es ein leichtes Minus.

Mit der √úbernahme des Privatkundengesch√§ftes der ING √Ėsterreich durch die konzerneigene Bank99 sei ein "wichtiger Meilenstein" gewesen, so die b√∂rsennotierte Post AG heute in einer Aussendung. Zum Ausblick meine Postchef Georg P√∂lzl, es werde ein Umsatzanstieg von etwa 15 Prozent erwartet, beim Ebit wird ein Anstieg von zumindest 20 Prozent angepeilt.

Ziel der √Ėsterreichischen Post sei es auch weiterhin, Wachstum und Dividendenst√§rke zu vereinen. P√∂lzl k√ľndigte an, auch k√ľnftig eine "attraktive Dividendenpolitik" zu gew√§hrleisten. Das Investitionsprogramm der Post wird weiter forciert, die Sortierkapazit√§t wird um weitere 50 Prozent von 2020 bis 2022 ausgebaut.

Aufgeschl√ľsselt auf die einzelnen Bereiche sieht die Halbjahresbilanz der Post wie folgt aus: Paketvolumen in √Ėsterreich plus 20 Prozent (T√ľrkei +24 %, CEE +21 %), plus 2 Prozent bei den Werbesendungen und minus 3 Prozent beim Briefvolumen. In Cash ausgedr√ľckt gab es in der Division Brief & Werbepost einen Zuwachs von 3 Prozent auf 608,2 Mio. Euro, bei Paket & Logistik ein Plus von 70,7 Prozent auf 628,1 Mio. Euro und bei Filiale & Bank einen Anstieg von 18,9 Prozent auf 34,0 Mio. Euro.

Der Personalaufwand der teilstaatlichen Post - 53 Prozent h√§lt der Staat - belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf 587,6 Mio. Euro, was einem Anstieg von 18,8 Prozent bzw. 92,9 Mio. Euro entspricht. Hier ist aber auch die √úbernahme des t√ľrkischen Paketanbieters Aras Kargo miteingerechnet. Auf vergleichbarer Basis lag der Personalaufwand in Summe um 11,5 Prozent bzw. 56,7 Mio. Euro √ľber dem Niveau des Vorjahres, gr√∂√ütenteils bedingt durch den h√∂heren Personalbedarf aufgrund der gestiegenen Paketmengen, so die Post.

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