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OMV-Hauptversammlung: Anlegervertreter appellieren an Aktivisten

IVA ersucht in offenem Brief an protestfreudige Umweltgruppen, das Aktionärstreffen nicht schon wieder zu stören
Andrea Hodoschek
++ THEMENBILD ++ ZENTRALE DER OMV

Schreiduelle, Transparente und Störaktionen,  die mit dem  –  provozierten – Hinaustragen von Aktivisten durch die Ordnungsdienste endeten. Die Hauptversammlungen (HV) der OMV waren für diverse Umwelt und Polit-Aktivisten in den vergangenen Jahren ein Pflichttermin. Die HVs von Österreichs größtem Industrie-Unternehmen im Vienna Congress & Convention Center (vormals Wiener Messe) wurden immer wieder lautstark unterbrochen, was die anwesenden Aktionäre  hörbar nervte.  

Am 27. Mai ist es wieder so weit, der Öl-, Gasund Chemiekonzern lädt ab 10 Uhr zur HV ein. Der Interessensverband für Anleger (IVA) ersucht die Aktivisten nun im Vorfeld der Veranstaltung, von Störaktionen abzusehen, um eine „sachliche und friedliche Diskussion der Aktionäre“ zu ermöglichen. 

Aktionärsdemokratie

Man habe grundsätzlich große Verständnis für das Austragen von Meinungsverschiedenheiten. Kritik und Hinterfragen seien wesentliche Elemente einer funktionierenden Aktionärsdemokratie, Kundgebungen und Proteste im örtlichen Umfeld einer HV grundrechtlich gesichert.

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IVA-Vorstand Florian Beckermann

„Das absichtliche Stören durch Herumschreien, Ankleben, Handgreiflichkeiten und vergleichbare Aktionen überschreitet jedoch den rechtlichen und kulturellen Rahmen einer HV“, ersucht IVA-Vorstand Florian Beckermann  die Aktivisten in einem offenen Brief um Mäßigung. Viele Aktionäre hätten Verständnis für die Umweltund Klimaschutz-Anliegen, doch der Ärger über die aggressiven Störaktionen überwiege jedes noch so berechtigte Anliegen. Er ersucht darum, „die vielfach berechtigten Anliegen“ sachlich und friedlich im Rahmen der Generaldebatte der HV vorzubringen.  

Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären auf der HV eine etwas geringere Dividende für 2025 von 3,15 Euro je Aktie plus Bonus von 1,25 Euro vorschlagen. Der Bilanzgewinn  beträgt 1,66 Milliarden Euro.     

Andrea Hodoschek

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