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Wirtschaft

Österreicher kauften im Coronajahr mehr Essen, kaum Kleidung

Umsatzzuwächse von 7 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel. Erlöse im Bekleidungs- und Schuhhandel brachen um mehr als ein Fünftel ein.

02/04/2021, 11:35 AM

Die Coronakrise hat den österreichischen Einzelhandel im vergangenen Jahr zweigeteilt. Führten Lockdown, Homeoffice und geschlossene Restaurants dazu, dass die Menschen deutlich mehr im Supermarkt einkauften oder online bestellten, hatten die Maßnahmen in anderen Branchen des Handels genau den gegenteiligen Effekt. Kleidung oder Schuhe blieben wie Blei in den Regalen liegen.

Während der Lebensmittelhandel im vergangenen Jahr reale Umsatzzuwächse von 7 Prozent erzielte, sind die Erlöse im Handel abseits der Grundversorgung im Schnitt um 3,9 Prozent eingebrochen. Besonders schwer traf es den Bekleidungs- und Schuhhandel mit realen Umsatzrückgängen von durchschnittlich mehr als einem Fünftel (22,4 Prozent), geht aus vorläufigen Daten der Statistik Austria von Donnerstag hervor.

Auch Möbel und Heimwerkerbedarf gefragt

Zu den Gewinnern zählte neben dem Lebensmittelhandel auch der Versand- und Internet-Einzelhandel mit realen Umsatzzuwächsen von fast 17 Prozent. Auch Möbel, Heimwerkerbedarf und Elektrowaren waren im Gesamtjahr 2020 sehr gefragt, sodass die Geschäfte im Schnitt (real) etwa 4 Prozent mehr umsetzten.

In Apotheken sowie im Kosmetikhandel gingen die Umsätze in diesem Zeitraum leicht um 1,8 Prozent zurück. Sportartikelhändler oder Buchgeschäfte, die die Statistik im "sonstigen Einzelhandel" zusammenfasst, mussten ebenfalls reale Umsatzrückgänge von 4,8 Prozent hinnehmen.

Das Jahr 2020 wies zwar mit 303 Verkaufstagen einen Einkaufstag mehr auf als das Vorjahr, branchenabhängig verringerte sich jedoch die Zahl der Verkaufstage aufgrund der Corona-Maßnahmen um bis zu 73 Einkaufstage, so die Statistik Austria.

Alles zusammengerechnet erzielten die österreichischen Einzelhandelsunternehmen (ohne Kfz-Handel; inkl. Tankstellen) im vergangenen Jahr eine nominelle Umsatzsteigerung von 0,1 Prozent. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung wurde ein Rückgang im Absatzvolumen von 0,3 Prozent verzeichnet. Im Monat Dezember lag das Umsatzplus nominell bei 0,9 Prozent. Inflationsbereinigt (real) ergab sich ein leichtes Absatzplus von 0,8 Prozent.

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