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Wirtschaft
11/12/2021

Österreich im EU-Digitalisierungs-Ranking auf Platz 10 geklettert

Österreich hat Aufholbedarf unter Anderem bei High-Speed-Verbindungen und Cloud-Diensten

Österreich hat sich beim Stand der Digitalisierung auf Platz 10 unter den EU-Staaten verbessert. Im Vorjahr gab es Rang 13, inzwischen ist aber das vor Österreich liegende Großbritannien ausgeschieden. Österreich hat im Vergleich zu 2020 Belgien und Deutschland überholt. Besonders gut liegt man bei digitalen öffentlichen Diensten und der Verfügbarkeit von digitalem Wissen und ausgebildeter Experten.

Lob gibt es von der EU-Kommission etwa zur Abdeckung mit dem neuesten Mobilfunkstandard 5G, der in bewohnten Gebieten bei 50 Prozent liege. Auch habe sich der Zugang zu High-Speed-Verbindungen von 14 auf 39 Prozent der Bevölkerung verbessert, allerdings liegt dies weiter deutlich unter dem EU-Schnitt von 59 Prozent mit Zugang.

Im Firmenbereich sind zwar überdurchschnittlich viele KMU zumindest grundsätzlich digitalisiert, aber dafür nutzen nur 9 Prozent big data, während dies EU-weit 14 Prozent tun. Auch Cloud-Dienste werden in Österreich nur von 20 Prozent der Firmen genutzt, EU-weit seien es 26 Prozent.

Unter den Vorreitern sei Österreich hingegen bei der Digitalisierung öffentlicher Dienste. 81 Prozent der Internet-Nutzer verbinden sich mit e-Government-Diensten, während es im EU-Schnitt nur 64 Prozent sind.

Der "Digital Economy and Society Index" (Desi) wird jährlich veröffentlicht und stellt die Digitalisierung der EU-Länder dar. Die Verbesserung im Index "beweist, dass wir mit unseren Maßnahmen, etwa der Breitbandmilliarde, auf dem richtigen Weg sind. Jeder Euro, den wir in die digitale Infrastruktur investieren, ist gut angelegt und eine Investition in die Lebens- und Arbeitsqualität unserer Regionen", schreibt Telekomministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einer Reaktion. Sie verweist darauf, dass die Telefonieren und surfen in Österreich relativ günstig sei.

"Auch international brauchen wir den Vergleich bei Digitalisierungsschritten nicht scheuen, wie die aktuellen Ergebnisse des Digital Economy and Society Index (DESI) 2021 zeigen", so Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP).

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