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Wirtschaft
07/11/2022

ÖGB-Chef Katzian hält Energiepreisdeckel für längst überfällig

ÖGB-Präsident fordert die Bundesregierung auf, rasch einzugreifen.

In Sachen hohe Energiepreise und eines potenziellen Preisdeckels meldet sich jetzt auch ÖGB-Chef Wolfgang Katzian zu Wort. „Es ist gut, dass endlich Bewegung in die Diskussion kommt, die schon seit Monaten dringend und vor allem ergebnisorientiert geführt werden müsste“, erklärt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. „Länder wie Spanien, Portugal, Frankreich oder Norwegen haben den Ernst der Lage schon vor Monaten erkannt. Sie regulieren die Preise und reduzieren damit die Energierechnung für die Haushalte."

Es sei nicht mehr länger akzeptabel, so Katzian weiter, "dass die Politik in Österreich die Augen verschließe vor den Existenznöten der Menschen, die teilweise mit horrenden Energienachzahlungen konfrontiert sind".

Die Zahl jener, die sich einfachste Dinge nicht mehr leisten können, steige, so der ÖGB-Präsident. „Die Teuerungskrise betrifft nicht mehr nur einkommensschwache Haushalte und Armutsgefährdete, sie ist längst in der Mittelschicht angekommen", fügt er hinzu.  Die „Preise runter“-Umfrage des ÖGB bestätigt, dass 86 Prozent aller Befragten sich einen Preisdeckel bei Strom und Gas wünschen.

Katzian fordert die Bundesregierung auf, rasch einzugreifen. Eine Preisobergrenze für einen bestimmten Grundverbrauch von Gas und Strom ist notwendig.“

Zur Finanzierung müsse wie in Italien und anderen Ländern eine Sondersteuer auf Übergewinne eingeführt werden. Der ÖGB-Präsident fordert: „Es liegen viele Vorschläge auf dem Tisch, jetzt muss rasch für einen Modus entschieden werden. Die Situation ist nicht mehr erträglich, sie erfordert rasches Handeln. Man kann die Menschen mit ihren Nöten nicht so im Stich lassen.“

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