IWF-Chefin Georgiewa: "Noch nie da gewesene Krise"

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa.

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
05/13/2020

Neuerliche Senkung der IWF-Prognose für Wirtschaftswachstum

Die nächste Prognose für die globale wirtschaftliche Entwicklung wird voraussichtlich im Juni veröffentlicht.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie voraussichtlich seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft erneut senken. Dies sei "sehr wahrscheinlich", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Dienstag in einer von der "Financial Times" organisierten Konferenz-Schaltung.

"Die einlaufenden Daten vieler Staaten sind schlechter als unsere ohnehin pessimistischen Projektionen." Der IWF werde daher sehr wahrscheinlich bereits im Juni eine neue Prognose veröffentlichen. "Nach gegenwärtigem Stand rechnen wir damit, dass es etwas mehr schlechte Nachrichten darüber geben wird, wie wir 2020 bewerten." Üblicherweise revidiert der IWF seine Prognose Anfang Juli.

Erst Mitte April hatte der IWF wegen der massiven Beschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft im Kampf gegen die Pandemie seine Schätzungen für die Weltwirtschaft so stark gesenkt wie nie zuvor, und das innerhalb nur weniger Monate. Demnach wird die Weltwirtschaft heuer um 3,0 Prozent schrumpfen.

Bei seiner Jänner-Schätzung ging der IWF noch von einem Wachstum von 3,3 Prozent aus - das bedeutet eine Reduzierung um 6,3 Punkte. 2020 werde vermutlich die schlimmste Rezession seit der Großen Depression in den 1930er Jahren bringen, hatte IWF-Chefökonomin Gita Gopinath im April gesagt. "Diese Krise ist wie keine andere bisher." Die wirtschaftliche Lage sei noch schlimmer als in der Finanzkrise 2008/09.

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