Mögliche Fusion mit BPER treibt UniCredit-Aktie in die Höhe

Mögliche Fusion mit BPER treibt UniCredit-Aktie in die Höhe
Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" berichtet von Zusammenschluss mit Bank aus Modena als Alternative zu Fusion mit Monte Paschi.

Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss von UniCredit mit der börsennotierten norditalienischen Bank BPER treiben die Bankenaktien in Italien in die Höhe. Die Aktie der Bank-Austria-Mutter legte am Mittwochvormittag um 3,26 Prozent auf 8,1 Euro zu, jene der in Modena beheimateten BPER kletterte um 4,2 Prozent auf 1,54 Euro.

Laut der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" (Mittwochausgabe) ist eine Fusion aus UniCredit mit BPER eine alternative Lösung zu jener mit der verstaatlichten Bank Monte Paschi di Siena (MPS). Die Fusion würde zur Gründung einer Bank mit italienischen Aktionären führen, die ein zehnprozentiges Aktienpaket halten. Seit Monaten wird über mögliche Fusionen im italienischen Bankensektor spekuliert.

UniCedit-Chef Jean Pierre Mustier hatte vergangene Woche angekündigt, die italienische Großbank nach dem Auslaufen seines Vertrags im April 2021 verlassen zu wollen. Der Franzose hatte das Institut seit seinem Amtsantritt Mitte 2016 mit einem radikalen Sparprogramm wieder auf Kurs gebracht. Kern des Konflikts mit dem Verwaltungsrat seien ein mögliches Gebot für Monte dei Paschi di Siena und der Plan, das Italien-Geschäft und das Auslandsgeschäft der UniCredit zu trennen.

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