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Millionenpleite eines bekannten Palettenhändlers

Das Logistikunternehmen hat laut KSV1870 rund 4,3 Millionen Euro Schulden.
Das Wort „insolvent“ ist durch ein Loch in einem grünen Blatt Papier sichtbar.

Als Hauptursache für die wirtschaftliche Schieflage nennt die Geschäftsführung massive Lieferengpässe bei wichtigen Hilfsstoffen. Besonders gravierend: Gebrauchtpaletten, die Grundlage des Geschäftsmodells, sind am Markt kaum noch verfügbar. „Diese Umstände sind auf geopolitische Ursachen zurückzuführen, welche für uns nicht beeinflussbar sind", erklärt das Unternehmen. Verschärft wird die Lage durch einen rückläufigen Umsatz und den Verlust wichtiger Kunden. Der erhebliche Preisdruck in der Branche habe es unmöglich gemacht, wettbewerbsfähig zu bleiben, heißt es aus dem Unternehmen.

Am Landesgericht St. Pölten wurde am Dienstag ein Sanierungsverfahren über die Brekner Paletten Logistik GmbH mit Sitz in Weistrach eröffnet. Das Unternehmen, das im Bereich Ankauf, Reparatur und Handel mit Paletten tätig ist, kämpft mit Verbindlichkeiten von rund 4,3 Millionen Euro. Rund 80 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen.

19 Arbeitsplätze auf der Kippe

Von der Insolvenz besonders betroffen sind auch 19 Beschäftigte des Unternehmens – darunter zwei Angestellte, 16 Arbeiter und ein Lehrling. Ob und wie viele Arbeitsplätze erhalten werden können, hängt nun vom Erfolg des Sanierungsversuchs ab.

Sanierungsplan mit 23 Prozent Quote

Das Unternehmen will weitermachen: Ein Sanierungsplan ohne Eigenverwaltung sieht eine Quote von 23 Prozent für die Gläubiger vor. „Das Unternehmen gibt dazu an, dass Sanierungs- bzw. Umsatzsteigerungsmaßnahmen umgesetzt werden sollen und so eine Sanierung des Unternehmens angestrebt wird", erläutert Peter Stromberger vom Gläubigerschutzverband KSV1870, der die Realisierbarkeit des Plans nun eingehend prüft.

Ob die angekündigten Maßnahmen ausreichen, um das Unternehmen zu retten, wird sich in den nächste Wochen zeigen. Die Palettenbranche steht europaweit unter Druck – Brekner ist nicht der erste Betrieb, der die Folgen der angespannten Marktlage zu spüren bekommt.

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