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Wirtschaft
03/19/2019

Millionenpleite der Rosenberger Tankstellen - Geld für Sanierung fließt

Die finanziellen Mittel für die Sanierungsplanquote kommen aus dem Fortbetrieb des Unternehmens und von dritter Seite.

"Dieser Sanierungsplan stellt die beste Lösung in diesem Insolvenzfall dar, da das Alternativszenario in Form der Zerschlagung des Unternehmens durchaus den Totalausfall der Gläubigerforderungen bedeuten hätte können. Umso erfreulicher ist es, dass mit allen Beteiligten eine konstruktive Lösung gefunden werden konnte und die Arbeitsplätze erhalten bleiben", sagt KSV1870-Expertin Brigitte Dostal.

Das insolvente Unternehmen, die Rosenberger Fuels GmbH, betreibt an fünf Standorten in Deutsch-Wagram, am Brenner, in Vomp, in Gries am Brenner und in Weer-Süd Autobahntankstellen mit Treibstoffen und weiteren Produkten der Marke „OMV“. Im seit Mitte Dezember 2018 anhängigen Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung fand heute beim Landesgericht St. Pölten die Sanierungsplantagsatzung statt.

94 Gläubiger


"Der vom Unternehmen vorgelegte Sanierungsplan wurde von den 94 Gläubigern (inkl. 53 Dienstnehmern) mit großer Mehrheit angenommen", heißt es weiter vom KSV1870. "Das aktuelle Anmeldungsverzeichnis weist Forderungen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Nach Einschätzung des KSV1870 werden Forderungen von rund 830.000 Euro als Berechnungsgrundlage für die Finanzierung der 20-prozentigen Sanierungsplanquote heranzuziehen sein.

Das Erfüllungserfordernis beträgt somit 166.000 Euro, dazu kommen noch Masseforderungen in Höhe von rund 140.000 Euro, sodass sich ein Gesamterfordernis von 306.000 Euroergibt. Die finanziellen Mittel für die Sanierungsplanquote kommen einerseits aus dem Fortbetrieb des Unternehmens sowie von dritter Seite (Eigentümer der Muttergesellschaft).