Metro AG results

© EPA / SASCHA STEINBACH

Wirtschaft
12/14/2020

Metro zahlt in der Corona-Krise trotz Rückgängen Dividende

Der Großhandelsriese erwartet nur ein leichtes Umsatzminus für das neue Geschäftsjahr.

Der scheidende Metro-Chef Olaf Koch legt den Anlegern in der Coronakrise eine Dividende unter den Weihnachtsbaum. Der Großhandelsriese will seinen Anteilseignern für das Geschäftsjahr 2019/20 eine unveränderte Dividende von 70 Cent je Aktie zahlen, wie er am Montag mitteilte.

Einnahmen aus Verkauf

Möglich wird dies auch durch die Einnahmen aus dem Verkauf des China-Geschäfts, denn der Konzern verbuchte durch die aus der Pandemie resultierenden Belastungen für wichtige Kundengruppen wie Hotels und Restaurants Rückgänge in seinem Geschäft.

Im neuen Geschäftsjahr 2020/21 rechnet der Konzern nun mit einem leichten Umsatzminus, für den bereinigten operativen Ertrag (EBITDA) wird ein Ergebnisrückgang im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet.

Doppelspitze

Metro verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 5,4 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Das bereinigte EBITDA schrumpfte um 16,8 Prozent auf rund 1,16 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern durch den Verkauf des Mehrheitsanteils an seinem China-Geschäft nach Minderheiten 460 Millionen Euro.

Metro wird nun vom Jahreswechsel an von einer Doppelspitze geführt, bis ein Nachfolger für Koch gefunden ist. Die Vorstände Christian Baier und Rafael Gasset übernehmen ab Jänner gemeinsam für die Interimszeit die Position des Vorstandsvorsitzenden. Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann sucht einen Nachfolger für Koch.

Übernahmeofferte

Koch hatte im August angekündigt, Metro zum Jahresende verlassen zu wollen. Danach hatte Großaktionär Daniel Kretinsky mit einer Übernahmeofferte mehr als 40 Prozent der Metro-Anteile eingesammelt. Er kann damit weiter Aktien zukaufen und seinen Griff um Metro festigen.

Koch war 2012 auf den Chefposten der damaligen Metro gerückt und hatte den weitverzweigten und hoch verschuldeten Konzern zu einem reinen Großhändler umgebaut. Unter anderem hatte er den Warenhausriesen Kaufhof verkauft, die Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn unter der Holding Ceconomy abgespalten. Zuletzt hatte sich Metro im vergangenen April endgültig von der Supermarktkette Real getrennt.

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