Hunderte Flüge gestrichen: Lufthansa-Streik hat begonnen
Zusammenfassung
- Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa und Lufthansa CityLine streiken seit Mitternacht bis zum Tagesende.
- Hunderte Flüge werden gestrichen, nur wenige Verbindungen bleiben bestehen, Passagiere sollen digital informiert werden.
- Piloten fordern höhere Betriebsrenten, Flugbegleiter Tarifverhandlungen, der Vorstand lehnt die Forderungen ab.
Piloten und Flugbegleiter der AUA-Mutter Lufthansa sind in der Nacht auf Donnerstag in den angekündigten Streik getreten. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Ufo bestätigte, dass der Warnstreik für das Kabinenpersonal bei Lufthansa und Lufthansa CityLine um 00:01 Uhr begonnen habe.
Die Arbeitsniederlegungen sind für den ganzen Tag bis Mitternacht Uhr geplant, so dass hunderte Jets der größten deutschen Airline am Boden bleiben müssen.
Fluggäste digital informiert
Eine genaue Zahl der gestrichenen Verbindungen nannte das Unternehmen zunächst nicht, allerdings wurden "umfangreiche Flugstreichungen" angekündigt. Auf den Abflugplänen größerer Flughäfen wie Frankfurt und Berlin finden sich nur ganz vereinzelte Lufthansa-Verbindungen, die aufrechterhalten werden sollen. Fluggäste sollten vor allem auf digitalen Wegen informiert werden und möglichst nicht auf eigene Faust zum Flughafen kommen.
4.800 Piloten streiken bei Lufthansa
Die rund 4.800 Piloten streiken bei Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo für höhere Betriebsrenten. Die Flugbegleiter wollen mit einem Warnstreik Tarifverhandlungen zu mehreren Themen erzwingen. Hier hat die Gewerkschaft Ufo auch das Personal der von der Schließung bedrohten Regionaltochter Lufthansa Cityline zum Ausstand aufgerufen. Der Vorstand hat die Forderungen zurückgewiesen. Andere Konzerngesellschaften sollen nicht bestreikt werden.
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