Lufthansa-Streik: Hunderte Flüge gestrichen, auch in Wien und Salzburg

Allein an den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München wurden am Freitag mehr als 600 Starts und Landungen abgesagt.
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Zusammenfassung

  • Lufthansa-Pilotenstreik führt am zweiten Tag zu über 600 Flugausfällen an den Drehkreuzen Frankfurt und München.
  • Am Flughafen Salzburg fallen drei Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt aus, in Wien ist eine Abendverbindung betroffen.
  • Der Streik dauert bis Mitternacht und betrifft vor allem die Lufthansa-Kerngesellschaft und Cargo wegen Tarifkonflikten um Betriebsrenten.

Der Streik der Lufthansa-Piloten hat auch am zweiten Tag hunderte Flüge in Deutschland ausfallen lassen. An den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München wurden für den Freitag zusammen mehr als 600 Starts und Landungen abgesagt, wie die Flughafenbetreiber berichten. 

Am Flughafen Salzburg fallen am Freitag jeweils drei Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt aus, von und nach Wien wurde jeweils ein Frankfurt-Flug gestrichen.

Erst für den Samstag wird wieder ein Flugverkehr im üblichen Umfang erwartet. Nach Angaben des Frankfurter Betreibers Fraport fielen am zweiten Streiktag in Frankfurt rund 450 von 1.225 geplanten Starts und Landungen aus. In München wurden 180 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Die Zahlen beziehen sich auf alle Fluggesellschaften, die Ausfälle sind wesentlich der Lufthansa zuzuordnen.

Flughafen Salzburg stärker betroffen als Wien

Am Freitag sind am Flughafen Salzburg von einer Annullierung jeweils drei Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt betroffen. In Wien-Schwechat soll derzeit jeweils nur ein Frankfurt-Flug am Abend gestrichen werden. Von Ausfällen betroffene Gäste würden aktiv per E-Mail benachrichtigt, haben Lufthansa und AUA angekündigt. Gäste, die nicht kontaktiert werden, könnten vorerst davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist.

Die AUA-Mutter Lufthansa hat für die Streikzeit einen Sonderflugplan aufgestellt, der mindestens die Hälfte der üblichen Flüge anbietet. Auf der Langstrecke sollen 60 Prozent stattfinden. Dieser Flugplan werde weiterhin eingehalten, erklärte eine Sprecherin. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit spricht hingegen davon, dass 70 Prozent der Flugzeuge stehengeblieben seien.

Streik dauert noch bis Mitternacht

Der am Donnerstag begonnene Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft und der Fracht-Tochter Cargo sollte noch bis Mitternacht dauern. Es geht in dem Tarifkonflikt um die Betriebsrenten von rund 4.800 Pilotinnen und Piloten. Beendet wurde hingegen der nur auf einen Tag geplante Streik bei der Regionaltochter Lufthansa Cityline. Dort wollen die Piloten höhere Gehälter durchsetzen.

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