Vorwürfe gegen KTM: Aktienkurs stürzt ab
KTM Zentrale Mattighofen
Nach Berichten über “Alibi-Zulassungen” bei KTM-Enduro-Motorrädern rutschte der Aktienkurs von Bajaj Mobility am Mittwoch im Frühhandel an der Wiener Börse um 11,3 Prozent auf 18,50 Euro ab. Seit Jahresbeginn liegen die Titel aber noch fast 30 Prozent im Plus.
Der österreichische Motorradbauer verkaufe Bikes mit einer Zulassung, die nicht für den eigentlichen Einsatz gedacht sei, berichteten am Dienstag mehrere Medien. Händler vermarkteten dabei einen Umbau, mit dem das Motorrad nicht zugelassen werden dürfe. KTM sehe die Verantwortung bei den Käufern.
KTM spricht von Missverständnissen
KTM wies in einer Presseaussendung Mittwochfrüh "die in aktuellen Medienberichten erhobenen Vorwürfe, KTM würde illegale Motorräder in Verkehr bringen, entschieden zurück". Die KTM-Gruppe verkaufe ihre Motorräder ausschließlich im Einklang mit den geltenden europäischen Vorschriften.
Die Berichterstattung beruhe auf einem fundamentalen Missverständnis: Enduro-Modelle seien im Kern Sportgeräte, die aber in einem straßenzulassungsfähigen, homologierten Zustand ausgeliefert werden, sodass sie auch auf öffentlichen Straßen gefahren werden dürften. Das sei auch nach den Regularien des Motorrad-Weltverbands FIM Voraussetzung, damit die Maschinen an offiziellen Wettbewerben teilnehmen können.
Auf Kundenwunsch könnten die straßentauglich beim Händler erworbenen Motorräder für den Wettbewerbs- und Geländeeinsatz konfiguriert werden. "Käufer unserer Enduro-Maschinen werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Straßenzulassung mit dem Umbau für den Wettbewerb erlischt und das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr verwendet werden darf", schrieb KTM.
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