Kreditkarten-Riese American Express im 2. Quartal mit Gewinnsprung

Zahlen mit Kreditkarte
Coronakrise hatte den US-Konzern stark belastet - Nun konnte Teil der Vorsorgen aufgelöst werden - Auch Tagesgeschäft besser

Die fortschreitende wirtschaftliche Erholung von der Coronakrise hat dem US-Kreditkartenkonzern American Express zu deutlich mehr Gewinn verholfen. Im zweiten Quartal verdiente das Unternehmen unterm Strich 2,3 Milliarden Dollar (knapp 2 Mrd. Euro), wie es am Freitag mitteilte.

Vor einem Jahr hatten hohe Belastungen durch die Pandemie das Ergebnis auf 257 Mio. Dollar einbrechen lassen. American Express hatte damals viel Geld für drohende Kreditausfälle zurückgestellt. Jetzt konnte ein großer Teil der Risikovorsorge wieder aufgelöst werden, wovon die Bilanz stark profitierte.

Besserung des Tagesgeschäftes

Doch auch das Tagesgeschäft lief wieder deutlich besser: Die konzernweiten Erlöse kletterten um 33 Prozent auf 10,2 Mrd. Dollar. Im Juni übertrafen die Ausgaben der Kreditkartenkunden laut Vorstandschef Stephen Squeri schon wieder das Niveau von vor der Coronakrise. In den Vorquartalen hatte American Express noch starke Abstriche machen müssen, etwa da lukrative Hotel- und Flugbuchungen wegen des von der Pandemie lahmgelegten Reiseverkehrs wegfielen. Nun übertraf der Geschäftsbericht die Erwartungen der Analysten klar. Das kam bei Anlegern gut an - die Aktie stieg vorbörslich deutlich.

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