APARSC05 - 12082005 - WIEN - OESTERREICH: ZU APA TEXT CI - Themenbild zur Elektrogeraete-Verordnung. Mitarbeiter der MA48 hantieren am Freitag, 12. August 2005, auf einem "Mistplatz" in Wien mit entsorgten Waschmaschinen. APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER

© APA/Roland Schlager

Obsoleszenz
08/29/2013

Geräteverschleiß wird geplant, aber nicht verstärkt

Konsumentenschützer fanden keinen Hinweis auf Einbau gezielter Schwachstellen in Geräte.

Seit langem schwelt unter Konsumenten der Verdacht, dass Hersteller die Lebensdauer ihrer Geräte gezielt verkürzen, um mehr zu verkaufen. Eine Auswertung von Dauertests der deutschen Stiftung Warentest aus den vergangenen zehn Jahren hat aber demnach gezeigt, dass Haushaltsgeräte heute nicht häufiger kaputt gehen als früher.

Dennoch gibt es der Zeitschrift test zufolge Tricks, mit denen die Hersteller ihren Umsatz ankurbeln. Dazu gehören hohe Reparaturkosten, fest eingebaute Akkus, fehlende Ersatzteile, Drucker, die fälschlich leere Patronen anzeigen oder Produkte, die sich nicht reparieren lassen.

Hoher Preis hilft zumeist

Bei ihren Geräten planen die Hersteller demnach schon bei der Produktion, wie lange es halten soll. Der Kunde erfährt davon allerdings nichts. Laut Stiftung Warentest gilt häufig die Regel: Je teurer, desto langlebiger. Bei Waschmaschinen unter 550 Euro, Akkubohrern unter 50 Euro oder Staubsaugern unter 80 Euro sei die Gefahr groß, dass die Freude am neuen Gerät nicht lange währt.

Eine Garantie ist der Preis allerdings nicht. Die Tester listen auch kostspielige Reinfälle auf, wie eine Espressomaschine um 985 Euro oder eine Küchenmaschine um 340 Euro, die sich als wenig robust und wenig ausdauernd erwiesen.

Bereits eine im Frühjahr im Auftrag der deutschen Bundestagsfraktion der Grünen vorgelegte Studie hatte gezeigt, dass die Wirtschaft bei der Konstruktion und Herstellung ihrer Produkte einen frühen Verschleiß häufig schon mit einplant. Dies wird als "geplante Obsoleszenz" bezeichnet.

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