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Insolvenzverfahren
01/16/2019

Kompetenzzentrum für Schweißtechnik ist pleite

70 Jahren nach der Gründung muß Schweiß- und Prüftechnikzentrum aufgeben, es bildete über Jahrzehnte Schweißer aus.

von Kid Möchel

Vor 70 Jahren wurde der Verein Schweißtechnische Zentralanstalt mit Sitz in Wien gegründet, jetzt ging bei der operativen SZA GmbH das Licht aus. Sie hat ein Konkursverfahren beantragt. Das bestätigt Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER. Das Unternehmen soll nicht fortgeführt werden.

Im Herbst 2017 hatte die SZA noch den Mutterverein samt 20 Mitarbeitern geschluckt. Der Verein war Kompetenzzentrum für die Verbindungs- und Prüftechnik und Dienstleister. Vor allem wurden Ausbildungskurse in Schweiß- und Prüftechnik sowie die Prüfung von Materialien, Werkstoffen, Bauteilen und Produkten angeboten.

„Da die Mitarbeiter über eine hohe fachliche Qualifikation verfügen und langjährig im Verein beschäftigt waren, ist das Gehaltsniveau entsprechend hoch, verbunden mit latenten Abfertigungsansprüchen aus dem „alten" Abfertigungssystem“, wurde dem Konkursgericht in Wien mitgeteilt.

 

Die SZA GmbH sollte insbesondere den Fortbetrieb als Spezialist in der Ausbildung von Schweißern übernehmen. „Ende 2017 haben leitende Schlüsselpersonen im Bereich der Prüftechnik das Unternehmen verlassen und Kunden mitgenommen“, heißt es weiter. Im September 2018 soll ein Bereichsleiter von einem Konkurrenten abgeworben worden sein. Im Vorjahr sank dann die Nachfrage nach der Ausbildung von Schweißern im Wiener Raum. Der geplante Umsatz konnte nicht mehr erzielt werden.

„Wir befinden uns nun in der Situation, dass das von unserer Mutter zur Verfügung gestellte Kapital nahezu aufgebraucht ist“, heißt es weiter. „Unter Einbeziehung der Forderung des Vereins Schweißtechnische Zentralanstalt als Untervermieterin für Mieten der vergangenen drei Monate liegt eine bilanztechnische Überschuldung vor, eine positive Fortbestehensprognose kann nicht erstellt werden. Im Falle der Beendigung von Dienstverhältnissen fallen massive Forderungen aus Beendigungsansprüchen an.“

Schlechte Zahlen

Die Kapitalrücklagen betrugen im Jahr 2017 fast 925.000 Euro, der Bilanzverlust rund 443.600 Euro; weitere 467.000 Euro entfielen auf Rückstellungen und 204.000 Euro auf Verbindlichkeiten. Indes wurden die offenen Forderungen und Vermögensgegenstände mit 633.000 Euro und die Sachanlagen mit 275.000 Euro beziffert.

Das Unternehmen soll nun vom Masseverwalter geschlossen werden.

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