Kommt OMV-Tochter Petrom die Chefin abhanden?

Vertrag von Christina Verchere läuft 2027 aus, möglicher Nachfolger laut rumänischen Medien befreundet mit "Russlands Mann auf dem Balkan"
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Noch bis April 2027 läuft der Vertrag von Christina Verchere, 55, als CEO der OMV-Petrom.

Der wichtigsten Auslandsbeteiligung der OMV könnte ihre Chefin abhandenkommen, wird in rumänischen Medien spekuliert. Verchere ist ebenso wie die neue OMV-CEO Emma Delaney eine ehemalige BP-Managerin. Sie wurde in der Vergangenheit als potenzielle OMV-Konzernchefin gehandelt, soll aber immer abgwunken haben. Auch die Verträge ihrer Vorstandskollegen laufen mit demselben Datum aus. 

Als Nachfolger wird Berislav Gaso genannt, im Vorstand der Konzernmutter OMV zuständig für Energy (Öl, Gas).

„Russlands Mann“

Gaso ist im Aufsichtsrat von OMV-Petrom und im Nominierungskomitee für die Vorstandsbestellungen zuständig. Er war in der Vergangenheit bei der kroatischen Ölgesellschaft INA tätig und gelte in Kroatien als Vertrauter des Unternehmers Pavao Vujnovac, laut Medien einem der größten Importeure und Vertreiber von Erdgas auf dem Balkan. Vujnovac stehe Russland nahe und importiere Gas von Gazprom, er gelte als „Russlands Mann auf dem Balkan“, berichtet die reichweitenstarke Tageszeitung Libertatea.

OMV-Petrom erklärte dazu, man äußere sich nicht zu Informationen aus inoffiziellen Quellen, auch die OMV in Wien gab dazu keinen Kommentar ab. Petrom sitzt auf den größten Gasreserven Europas und wird ab 2027 im Neptun-Deep-Feld im Schwarzen Meer fördern.

Andrea Hodoschek

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