Gehaltsstreit bei Banken: Gewerkschaft ruft zur Kundgebung
Bei den KV-Verhandlungen in der heimischen Finanzbranche spießt es sich. Drei Runden sind bisher ergebnislos vorübergegangen, die vierte Runde ist für den 7. April anberaumt. Davor plant die Gewerkschaft GPA am selben Tag eine Kundgebung vor der Alten Börse in Wien, wo der Bankenverband residiert. Die Gewerkschaft fordert einen Abschluss über der Inflation und Anpassungen im Rahmenrecht.
Abschluss über 3,6 Prozent
Der Maßstab für die Gehaltserhöhungen ist laut einer GPA-Sprecherin eine Inflationsrate von 3,6 Prozent. Der Abschluss soll darüber liegen, einen konkreten Prozentsatz fordert die Gewerkschaft aber nicht. Rund um das Rahmenrecht will sie einen zusätzlichen persönlichen Freizeittag für gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen sowie das Recht auf Stundenaufstockung für Teilzeitbeschäftigte durchsetzen. Die Rahmenrechtspunkte waren laut Gewerkschaft auch bereits Gesprächsthema bei den Verhandlungen, auf einen grünen Zweig ist man aber noch nicht gekommen.
Von Arbeitgeberseite, die vom Bankenverband vertreten wird, gibt es noch kein offizielles Angebot. Das erzürnt die Gewerkschaft. Das fehlende Angebot sei "nicht nur eine Aberkennung dieser Leistung, sondern das Gegenteil von Wertschätzung", sagte GPA-Chefverhandler Wolfgang Pischinger in einer Aussendung vom Mittwoch.
Aus informierten Arbeitgeberkreisen hieß es indessen zur APA, man spreche freilich mit der Gewerkschaft, wolle aber noch kein offizielles Angebot kommunizieren. Ein Abschluss über der Inflation sei im Hinblick auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und auf die Einigungen in anderen Branchen schwierig. In vielen Sektoren - zuletzt beispielsweise in der IT - fiel der KV-Abschluss unter der Inflation aus. Das Gesprächsklima zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sei aber sachlich und ausgewogen.
Kommentare