Nach Suizid von Jugendlichem: Alphabet und Character.AI legen Klage bei
Der Google-Mutterkonzern Alphabet und das KI-Startup Character.AI haben eine Klage wegen des Vorwurfs beigelegt, ein Chatbot habe zum Suizid eines 14-Jährigen in den USA geführt. In einer Gerichtsakte vom Mittwoch hieß es, die Unternehmen hätten sich mit der Mutter des Buben geeinigt. Sie hatte in einem der ersten derartigen Fälle in den USA behauptet, ihr Sohn habe sich das Leben genommen, nachdem er von einem Chatbot von Character.AI dazu ermutigt worden sei.
Es handelt sich um einen der ersten Fälle in den USA, bei dem KI-Firmen wegen mutmaßlicher psychischer Schäden verklagt wurden. Über die Bedingungen des Vergleichs wurde zunächst nichts bekannt. In der Klage hieß es, der Chatbot habe sich als echte Person, zugelassener Psychotherapeut und erwachsener Liebhaber ausgegeben.
Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
- BÖP-Helpline: kostenlos und anonym von Montag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr telefonisch unter 01/504 8000 oder per Mail: helpline@psychologiehilft.at
- www.psychnet.at
- Infos für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at
- Rat-auf-Draht-Notruf: 147; www.rataufdraht.at
Character.AI wurde von zwei ehemaligen Google-Ingenieuren gegründet. Die Klägerin argumentierte, Google sei daher ein Mitentwickler der Technologie. Ein Sprecher von Character.AI und ein Anwalt der Kläger lehnten eine Stellungnahme ab. Die Unternehmen haben laut Gerichtsakten bereits ähnliche Klagen in anderen US-Staaten beigelegt. Ein US-Gericht hatte einen früheren Antrag der Unternehmen auf Abweisung der Klage zurückgewiesen.
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