Währinger Straße: Das passiert hier pünktlich um 18 Uhr
Es gibt Menschen, für die war auch diese Woche ganz normale Arbeitszeit. Trotz Kar- und Ferienwoche. Damit am Sonntag die Kleinigkeiten im Osternest liegen, lautete der hehre Plan: 17 Uhr aus dem Büro, 17:15 Uhr in der City sein. Zum Ostershoppen, zum Einkaufen, stationär, persönlich und eben nicht auf den schnellen Klick online.
Das Vergnügen dauerte 45 Minuten. Um 18 Uhr werden bei sehr vielen Geschäften die sehr lauten Rollbalken heruntergeratscht. Übrigens vor allem bei jenen kleineren Läden, in denen man als Einheimische oder Touristin besonders gern einkaufen würde, also Boutiquen, Papiergeschäfte oder Schokohändler. Nur die großen, internationalen Ketten haben länger offen. Gleiches gilt auch für die Währinger Straße: 18 Uhr, alles dicht.
Nun wissen wir: der Handel, die Öffnungszeiten, die maximale Wochenöffnung, die Angestellten, die auch nach Hause wollen. Aber 18 Uhr? Drei Viertel aller Geschäfte in der Innenstadt geschlossen?
Man darf sich fragen, ob das die richtige Strategie gegen die 24/7-Online-Konkurrenz ist und auch die richtige Taktik für Hunderttausende Touristen. Und nein: Es geht nicht um exorbitante Ausweitungen und schon gar nicht um die Sonntagsöffnung. Aber um ein, zwei Stunden länger am Tag, damit Normalarbeitende im stationären Handel noch offene Türen finden.
Kommentare