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Ein Sommernachtskonzert mit Standort-Diskussion

Raiffeisen Continuum lud zum Empfang im Vorfeld des Sommernachtskonzerts in Schönbrunn. Das Thema des Abends: KI im Mittelstand.
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„Über Jahrzehnte haben wir in Europa Energie eingekauft. Sie kam zuverlässig, sie kam günstig. Aber was passiert, wenn der Lieferant einmal andere Pläne hat? 2022 haben wir die Antwort bekommen. Wir haben gelernt, was Abhängigkeit kostet, wenn sie schlagend wird. Meine Sorge ist ein bisschen, dass wir denselben Fehler gerade ein zweites Mal machen. Diesmal im digitalen Raum.“ Mit diesen Gedanken eröffnet Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung, am Donnerstag Abend einen Empfang zum Thema „Standort und KI: Was den Mittelstand jetzt zukunftsfähig macht“.

Raiffeisen Continuum Sommernachtskonzert 2026

Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung, eröffnete  den Abend im Apothekertrakt Schönbrunn mit einer Keynote.

Raiffeisen Continuum, vertreten durch die Geschäftsführer Karin Anzola und Boris Pelikan, lud im Vorfeld des Sommernachtskonzerts (Preview) der Wiener Philharmoniker in den Apothekertrakt von Schloss Schönbrunn. 300 Gäste aus Wirtschaft, Industrie und Recht folgten der Einladung. Im Zentrum der Veranstaltung stand die unbequeme Frage, ob Österreich und Europa beim Thema KI abhängig von den USA und China bleiben wollen – oder ob der Standort Österreich selbst mutig genug ist, die Zukunft mitzugestalten.

Thomas Arnoldner, Deputy CEO der A1 Telekom und Co-Vorsitzender der Taskforce KI der Industriellenvereinigung, sagt dazu bei der Podiumsdiskussion: „Wenn wir wollen, können wir in Österreich und Europa etwas bewegen. Die Frage ist nur, wie sehr wollen wir das tatsächlich beim Thema digitale Souveränität?“ Seine These: Österreich muss wollen. Einerseits, um mehr Unabhängigkeit zu gewinnen, andererseits um den Wirtschafts- und Industriestandort zu fördern.

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Sommernachtskonzert mit Standort-Diskussion

Raiffeisen Continuum Sommernachtskonzert 2026

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Sommernachtskonzert mit Standort-Diskussion

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Sommernachtskonzert mit Standort-Diskussion

Wie es um diesen aktuell bestellt ist, analysiert Gunter Deuber, Head of Raiffeisen Research. Auf die Frage, wie groß die Gefahr der Deindustrialisierung ist, sagt er deutlich: „Wir reden uns in Österreich manchmal etwas zu schlecht.“ Der mediale Diskurs zur Deindustrialisierung würde die Zahlen nicht richtig fassen. Der Industrieanteil wäre in den vergangenen Jahren zwar gesunken, aber nur in nominaler Wirtschaftsrechnung, weil die Industrie die Preise nicht so erhöht habe wie der Staat oder der Dienstleistungssektor. In realen Größen gerechnet, sei die Wertschöpfung in der Industrie gestiegen. „Wir schneiden in Österreich besser ab als im gesamteuropäischen Schnitt“, so Deuber, der dennoch warnt: „Es gibt Themen, wo wir in Europa und besonders in der DACH-Region aufpassen müssen, nicht den Anschluss zu verlieren.“

„Ich glaube, dass Österreich einen ordentlichen Aufholbedarf hat, speziell die KMUs“, erkennt Boris Pelikan beim Thema KI. Jedoch räumt er ein, dass viele österreichische Unternehmen gerade mit anderen Herausforderungen zu kämpfen hätten. „Da braucht es eine bundesweite Initiative, um die Unternehmen weiterzubringen“, fordert er. Rechtsanwältin Katharina Körber-Risak wiederum erkennt im Einsatz von KI ein großes Potenzial – für Unternehmen und den Rechtsstaat. „Wir leben in Zeiten, die, was die juristischen Rahmenbedingungen betrifft, immer komplexer werden. Da ist die KI hoffentlich ein wesentlicher Gamechanger, um den Komplexitätsgrad und den Aufwand für Unternehmen zu verringern.“

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