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MedAT: Teure Ausbildung, noch immer zu wenige Auflagen

896.919,8 Euro kostet ein einzelner Absolvent der MedUni-Wien dem Staat. Das verlangt nach noch strengeren Auflagen.
Sandra Baierl
++ THEMENBILD ++ AUFNAHMETESTS FÜR DIE MEDIZINISCHEN FAKULTÄT IN WIEN

In Österreich ist der Hochschulzugang  frei, wenn auch in manchen Fächern kontingentiert. Mit einer  Ausnahme: Im Medizinstudium (fallweise auch  Psychologie) gibt es die Auflage, dass 75 Prozent  der Studienplätze für Bewerber mit einem Reifezeugnis aus Österreich reserviert sind, 20 Prozent stehen Bewerbern aus  EU-Staaten zur Verfügung, fünf  Prozent jenen aus Drittstaaten. 

Das Medizinstudium ist  naturgemäß  wichtig  und  eine  Österreich-Quote unumgänglich, weil Ärzte zur kritischen Infrastruktur gehören. Es ist zudem besonders teuer. Ein Absolvent der MedUni-Wien kostet den Staat, und damit den Steuerzahler, exakt 896.919,8 Euro. Von den 1.950 Plätzen für das Studium gehen 487 nicht an Österreicher – das sind 436,8 Mio. Euro, sofern alle an der Wiener Uni fertig studieren.  

Medizinische Versorgung und die hohen Ausbildungskosten sind Faktoren, die eigentlich nach noch viel mehr Auflagen verlangen. Wer in Österreich Medizin studiert, sollte dem Arbeitsmarkt im Land auch  zur Verfügung stehen und irgendwann hier  Steuern zahlen – und nicht, quasi auf Uni-Durchreise, ein Studium für 363 Euro pro Semester in ein anderes Land mitnehmen. Ähnlich wie bei der Pilotenausbildung beim Bundesheer: Wer diese absolviert, verpflichtet sich für mindestens zwölf Jahre für Dienste beim Heer. Inhaltlich und ökonomisch ist das höchst sinnvoll. 

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