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Neue Auswertung: Im Westen arbeitet es sich besser als im Osten

Eine neue Auswertung zeigt ein Ost-West-Gefälle am Arbeitsmarkt. Der Westen schneidet in allen Kategorien besser ab.
People walking around the rathaus square near chapel of saint george and hilarius in the austrian city bregenz.

Im Westen Österreichs arbeitet es sich besser – das suggeriert zumindest eine neue Auswertung der Arbeitgeber-Vergleichsplattform kununu. User konnten ihre Arbeitgeber anonym mit bis zu fünf Sternen bewerten. 488.930 Daten wurden ausgewertet. Der KURIER durfte die Ergebnisse vorab einsehen.

Im Westen alles besser?

Insgesamt wurden 13 Kategorien ausgewertet – von der Work-Life-Balance über das Image bis zum Umgang mit älteren Kollegen. Die westlichen Bundesländer (Kärnten, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg) schneiden in allen Kategorien besser ab als die östlichen (Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Wien). Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, rangiert die Bundeshauptstadt häufig auf dem letzten Platz. Oberösterreich hebt den Schnitt des Ostens deutlich an und liegt sogar in zehn von 13 Kategorien an der Spitze.

Ergebnisse im Detail

In drei Sparten klaffen zwischen dem Osten und dem Westen die größten Unterschiede: In den Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten (3,49 Sterne im Osten, 3,59 Sterne im Westen), Umwelt- und Sozialbewusstsein (3,74 Sterne im Osten, 3,85 Sterne im Westen) sowie Arbeitsbedingungen (3,80 Sterne im Osten, 3,90 Sterne im Westen). In den drei Kategorien führt jeweils Vorarlberg das Ranking an, Oberösterreich liegt dicht auf den Fersen und ist insgesamt sogar das Bundesland mit der besten Bewertung (3,87 Sterne).

Warum Oberösterreich vergleichsweise besser abliefert als der restliche Osten? Dario Wilding, Head of External Communications von kununu erklärt das in einer Stellungnahme so: „Oberösterreich verfügt über eine starke industrielle Basis, viele etablierte Arbeitgeber und einen vergleichsweise stabilen Arbeitsmarkt.“ Das gelte zum Teil auch für die westlichen Bundesländer, die zusätzlich von regionalen Wirtschaftsstrukturen mit hoher Standortqualität profitieren würden. „Im Osten wiederum zeigt sich ein heterogenes Bild, das stark durch Wien beeinflusst wird“, so Wilding.

Ernüchternd für den Osten: In keiner einzigen Kategorie bewerteten Arbeitnehmer ihre Arbeitgeber besser als die Pendants im Westen. In den Kategorien Gleichberechtigung (3,94 Sterne im Osten, 3,98 Sterne im Westen) und Kollegenzusammenhalt (4,01 Sterne im Osten, 4,04 Sterne im Westen) fällt die Lücke am geringsten aus. Spannend ist, dass in diesen beiden Kategorien Wien ausnahmsweise nicht auf dem letzten Platz ist. Den schnappen sich Niederösterreich im Bereich Gleichberechtigung und das Burgenland beim Zusammenhalt unter Kollegen.

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