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Bye-bye Bildungskarenz, Hallo Weiterbildungszeit

Die Bildungskarenz ist Geschichte, die Weiterbildungszeit Gegenwart. Warum das zu begrüßen ist.
Sandra Baierl
Student girl holding books and smartphone while walking in school campus background, education, back to school concept

Aus der Bildungskarenz wurde nun also die Weiterbildungszeit. Klingt ähnlich, ist aber eine völlig andere Sache – aus guten Gründen. Seit 1998 lief das alte System der Bildungskarenz, das gerne von privilegierten Schichten und Akademikern genützt wurde. Für ein paar nachgewiesene Bildungs-Credits konnte man sich bis zu einem Jahr Auszeit von der Arbeit nehmen. Manchmal war das für beide Seiten gut, für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, weil es ein Ausgleiten aus einem Job war. Bekannt wurde das Modell auch deshalb, weil die Weltreise oder der Selbstfindungskurs oft Teil des teuren Gesamtpakets waren. Das Modell kostete dem Staat in seiner Hochphase bis zu 500 Millionen Euro im Jahr.

Nun also Weiterbildungszeit, gedeckelt mit 150 Mio. Euro im Jahr und mit strengen Auflagen: kein Rechtsanspruch, die Ausbildung muss vom Arbeitgeber genehmigt, bei Besserverdienern sogar finanziell unterstützt werden. Zudem muss die Weiterbildung arbeitsmarktrelevant und verwertbar sein und das Ausbildungsziel festgehalten werden.

Alles logische Kriterien für eine teure, aber wichtige Sache: die Fähigkeiten der Mitarbeiter, das ständige Lernen und Verbessern sind entscheidend für den Erfolg der Unternehmen. Oft bekommt Weiterbildung aber nicht den Stellenwert, den sie bräuchte. Die neue Weiterbildungszeit wird das nicht verändern. Da müssen die Firmen schon selbst ran.

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