Nahostkrise schlägt voll durch: Inflation in Österreich stieg im April auf 3,4 Prozent.
Die Inflation in Österreich bleibt derzeit, wie von Experten erwartet, auf dem Vormarsch. Durch die weiterhin aufrechte Blockade der Straße von Hormus, der für den globalen Energiehandel so wichtigen Meerenge zwischen Iran und Oman, kam es ab März zu einem regelrechten Energiepreisschock. Und der treibt auch in Österreich, wie vielfach berichtet, die Preise vor sich her - besonders sichtbar an Tankstellen.
Die Treibstoffpreise siegen im April konkret um durchschnittliche 28,0 Prozent, nach einem bereits starken Anstieg von 17,5 Prozent im März.
Am Mittwoch musste die Statistik Austria ihre frühere Schnellschätzung für die Inflation im April nach oben korrigieren. Statt der erwarteten 3,3 Prozent betrug sie 3,4 Prozent, wobei Experten durchaus erwarten, dass das Preisniveau noch weiter steigen könnte.
Alles hängt nun davon ab, wie lange die Straße von Hormus blockiert bleibt und wie lange es dauert, beschädigte Produktionsanlagen im Persischen Golf wieder vollständig in Betrieb nehmen zu können.
Für etwa 1 Prozentpunkt der Inflation – also für knapp ein Drittel der Teuerung – sind gestiegene Treibstoff- und Heizölpreise verantwortlich.
Eine um weitere 0,2 Prozentpunkte höhere Inflation wurde durch die Einführung der Spritpreisbremse verhindert. Der im Vergleich zum Vorjahr um 2 Wochen frühere Ostertermin sorgte für günstigere Pauschalreisen im April und dämpfte die Inflation damit ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte.
Wichtigster Inflationstreiber blieben in Summe die Dienstleistungen, weil sie im Warenkorb zur Infltionsberechnung auch ein sher hohes Gewicht haben. Hier sind die Preise weiterhin überdurchschnittlich gestiegen, jedoch nicht mehr so stark wie zuletzt.
Die Teuerung bei Nahrungsmitteln lag hingegen wie schon im Vormonat unter der Gesamtinflation, sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
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