Steuereinnahmen fielen um knapp 500 Mio. Euro höher aus als erwartet

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Wirtschaft
06/22/2020

In Österreich lebt sich's teuer

Unter den Nachbarländern hat nur die Schweiz ein höheres Preisniveau. EU-weit steht Dänemark an der Spitze.

Das Leben in Österreich ist weiterhin teurer als im EU-Schnitt. Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben lag im Jahr 2019 um 13,0 Prozent über dem Mittel der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das bedeutet einen Anstieg, denn im Jahr 2018 waren die Lebenshaltungskosten, zu denen Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie zählen, um 9,6 Prozent über dem Durchschnitt gelegen.

Österreich rangiert mit den vom Statistischen Amt der EU (Eurostat) veröffentlichten Daten unter den EU-Ländern im oberen Drittel.

Von den Nachbarländern liegt nur die nicht der EU angehörende Schweiz (62 Prozent über dem EU-Durchschnitt) über Österreich, in Deutschland (plus 6,8 Prozent), Italien (plus 2,7 Prozent) und Tschechien (25,4 Prozent unter dem EU-Durchschnitt) war das Leben zum Teil deutlich billiger.

Spitzengruppe

Das mit Abstand teuerste Land für Verbraucher innerhalb der EU ist weiterhin Dänemark: Dort lag das Preisniveau im vergangenen Jahr um 41,3 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Mit einigem Abstand folgen Irland (plus 33,7 Prozent) und Luxemburg (31,1 Prozent).

Am günstigsten lebt es sich innerhalb der EU in Bulgarien: Dort mussten Verbraucher für ihre Lebenshaltungskosten nur rund halb so viel zahlen wie im Schnitt aller Mitgliedstaaten (47,2 Prozent unter dem Durchschnitt). In Rumänien lag das Preisniveau um 45,1 Prozent unter dem EU-Schnitt. Allerdings ist auch der Wohlstand innerhalb Europas extrem ungleich verteilt.