© Heidi Lorey aus „Wintergemüse“, Verlag E. Ulmer

Wirtschaft Immobiz
01/04/2021

So pflanzt man Wintergemüse an

Beete müssen in der kalten Jahreszeit nicht brach liegen. Viele Sorten vertragen niedrige Temperaturen.

Wenn man an Gemüse aus dem eigenen Garten denkt, dann hat das meistens mit dem Frühling zu tun. Man zieht Pflänzchen vor, wenn sie stark genug sind und die Witterung stimmt, kommen sie ins Beet. Im Sommer wird dann geerntet, bis in den Frühherbst hinein. Den halben Herbst liegt das Beet dann brach, die Wintermonate sowieso.

Frisches Gemüse im Winter

Dass es auch anders geht, zeigt Heidi Lorey, Autorin von „Wintergemüse“. „Alle Wintergemüse vertragen kältere Temperaturen gut, viele sind zudemfrosthart.“ Dazu zählen Kohlarten, Wurzelgemüse, Zwiebel- und Blattgemüse, also Karotten, Porree, Spinat und Salat zum Beispiel. Der große Vorteil: So hat man auch in der kalten Jahreszeit frisches Gemüse.

Richtige Sorten wählen

Unter -10 Celsius wachsen die meisten dieser Gemüsesorten nicht mehr, können aber im Beet gelagert werden – als Kühlschrankersatz – zum Beispiel Grünkohl, Kohl, Rote Rüben und Pastinaken. Ein anderen Teil der Wintergemüse überwintert als Jungpflanze im Beet, dazu zählt Spinat, Salat und Winter-Steckzwiebeln. „Wichtig ist, die richtigen Sorten zu verwenden“, schreibt die Autorin. Bei Salat ist das zum Beispiel Wintersalat „Humil“ oder „Maikönig“. Diese Sorten wachsen im Frühling einfach weiter, sobald die Temperaturen steigen.

So gelingt es

Für den Anbau von Wintergemüse sollte ein Beet ausgewählt werden, das auch im Winter noch die Strahlen der tief stehenden Sonne abbekommt. Häufig bleibt es den ganzen November und Dezember durch in tiefen Lagen weitgehend frostfrei, eine Abdeckung mit einem Vlies schützt die Pflanzen vor kaltem Wind. Eine Schneedecke wärmt das Wintergemüse wie eine warme Decke.

Ernte ab Jänner

Man kann schon im Spätsommer damit beginnen, nach der ersten Ernte, wenn das Beet frei geworden ist, neu auszusäen. Im November und Dezember wachsen die Pflanzen, die Ernte beginnt dann ab Jänner. Ab Februar können manche Sorten erneut ausgesät werden, dazu zählt zum Beispiel Blattrettich.

Richtig ernten

Von Sorten wie Winterspinat, Rucola, Mangold und diversen Wintersalaten erntet man immer wieder einige Blätter. Das Herz und ein paar Blätter verbleiben immer im Beet, so wachsen die Blätter wieder nach. Auch Rosenkohl verbleit einfach im Beet, die Sprossen können nach Bedarf geerntet werden, von unten nach oben. So hat man den ganzen Winter Freude an der Ernte.

Buchtipp

„Wintergemüse. Frische Ernte in der kalten Jahreszeit“ von Heidi Lorey. Die Autorin stellt 40 Wintersorten vor und erklärt, worauf zu achten ist. Ulmer Verlag,  € 18,50  

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