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Kolumne
01/10/2022

Mein Wohnen: Gute Vorsätze, lästige Gewohnheiten

Ich habe einen Haushaltstick: Ohne ein gemachtes Bett, kann ich das Haus nicht verlassen. Das hat nicht nur Vorteile...

von Angelika Gross

Ich halte nicht viel von Neujahrsvorsätzen. Gesünder essen, mehr Sport betreiben, weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Aber mal im Ernst: Eine Sache habe ich mir für 2022 fix vorgenommen weniger zu tun. Vielleicht oute ich mich damit als Pedantin, aber ich habe einen Haushaltstick: Ich kann meine Wohnung nicht verlassen, ohne das Bett gemacht zu haben. Und zwar akkurat wie im Hotel. Zuerst werden die Kopfpolster aufgeschüttelt und schräg zur oberen Bettkante aufgerichtet.

Die Tagesdecke als Highlight

Das zerknitterte Leintuch wird ordentlich gespannt. Danach wird die Bettdecke gründlich ausgeschüttelt, wieder auf das Bett gelegt und am oberen Rand einmal umgeschlagen . Nein, wir sind noch nicht fertig. Denn jetzt folgt das Grande Finale: Die Tagesdecke! Im besten Fall belegt sie genau das untere Drittel des Bettes. Dass sie farblich zur Bettwäsche passen sollte, muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr erwähnen, oder?

Ungemachte Betten

Wie auch immer. Nicht selten hat mich mein Bettmach-Tick schon unter morgendlichen Zeitdruck gebracht. Für 2022 nehme ich mir also fest vor, mein Bett einfach einmal ungemacht zurückzulassen. Oder zumindest einen Schritt dieser Routine auszulassen. Ich glaube, ich werde trotzdem gut schlafen. Und in der Früh sogar um ein paar Minuten länger.

angelika.gross@kurier.at

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