Wissenschaftszentrum: Dieses denkmalgeschützte Haus öffnet sich
Mitten im ersten Bezirk – in der Wollzeile 27A – entsteht auf 4.000 m2 ein neuer Ort für Wissensvermittlung. Das „Q. Dein Raum für Wissenschaft“ soll ein Ort des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sein mit dem Ziel, besonders junge Menschen für Forschung, Zukunftsfragen und gemeinsames Gestalten zu begeistern. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Universität Wien, Technischer Universität Wien und Österreichischer Akademie der Wissenschaften. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert – zu Beginn von den Jesuiten genutzt und zuletzt als Aula der Wissenschaften betrieben– wird von der Bundesimmobiliengesellschaft behutsam adaptiert. Die verantwortlichen Architekten sind Günter Mohr und Markus Niklas.
Der Vorplatz auf Seite der Wollzeile soll durch Begrünung einladend gestaltet werden.
Die baulichen Eingriffe beschränken sich auf ein notwendiges Minimum. Der Magnesit-Estrich wird in der Fläche nur soweit notwendig oberflächensaniert.
In den Randbereichen wird der Bodenaufbau zum Einziehen der neuen Heiz-/Kälteleitungen geöffnet. „Die Arbeiten erfolgen stets unter Einbeziehung des Bundesdenkmalamtes“, erzählt Architekt Günter Mohr.
Offene Passage
Das Besondere an dieser Neugestaltung ist, dass das Gebäude für die Stadt geöffnet wird, mit einer Passage im Erdgeschoß, die Wollzeile und Bäckerstraße künftig verbindet. „Das neue Arkadencafé soll ein Treffpunkt für unterschiedliche Nutzer werden“, so Markus Niklas. Zudem wird der Eingangsbereich erweitert und als zentrale Informations- und Aufenthaltszone neu organisiert.
Möbel aus Schwarz lasierter Eiche setzen im Arkadencafé zeitgenössische Akzente.
Im ersten Obergeschoß werden die Ausstellungsflächen neu strukturiert und um einen Workshopbereich ergänzt. Maßgefertigte Einbauten sowie akustisch wirksame Vorhänge schaffen die räumliche Flexibilität für unterschiedliche Vermittlungsformate wie Vorträge oder Diskussionsveranstaltungen.
Der Jesuitensaal beeindruckt mit seinem frisch restaurierten Deckengemälde.
Weit fortgeschritten sind auch schon die Arbeiten im 2. Obergeschoß. Im Jesuitensaal wurde die denkmalgeschützte Deckenmalerei bereits restauriert. Aktuell wird der Saal zu einem zeitgemäßen Veranstaltungsraum umgebaut.
Kommentare