Kaufpreise: Häuser im Westen doppelt so teuer wie im Osten
Einfamilienhaus im Grünen
Das eigene Haus im Grünen bleibt ein gefragtes Gut: Im Vorjahr wechselten 11.551 Einfamilienhäuser den Besitzer, um sieben Prozent mehr im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Gegenüber 2024 stieg die Zahl der Transaktionen um über 17 Prozent. Stark gestiegen sind Hauskäufe in Kärnten, Wien , Niederösterreich und Oberösterreich, weniger stark in Vorarlberg und im Burgenland.
Der Anstieg der Transaktionen hat auch damit zu tun, dass Häuser in den vergangenen Jahren günstiger geworden sind. Laut dem Maklerunternehmen Remax kostete ein Einfamilienhaus im Jahr 2022 im Österreich-Mittel noch 352.485 Euro – seither betrug die allgemeine Teuerung 11,8 Prozent, was eine Verteuerung der Häuser auf 394.000 Euro bedeuten würde. Tatsächlich sind die Hauspreise seit dem Jahr 2022 inflationsbereinigt allerdings um 53.800 Euro gesunken.
Heute kostet ein Haus rund 340.000 Euro im Österreich-Durchschnitt, doch die regionalen Unterschiede sind riesig. Im traditionell höherpreisigen Westen und in Wien muss man über 626.100 Euro für den Kauf eines Einfamilienhauses einkalkulieren. In Oberösterreich sowie in den Regionen östlich und südlich von Oberösterreich liegen die Preise unterhalb des Durchschnittswertes von 340.000 Euro.
In den Jahren 2009 und 2010 kostete ein Haus im Westen im Durchschnitt ziemlich exakt doppelt so viel wie der Durchschnitt im Osten und Süden. Dieses Verhältnis hat sich geändert. 2021 kosteten „Westhäuser“ fast das Dreifache von jenen im Osten und Süden. 2025 ist der Wert auf das Verhältnis 2,4 gesunken.
„Spannend wird die weitere Entwicklung bzw. der Blick nach vorne“, sagt Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Der Krieg im Nahen Osten wird sich treibend auf die Energiepreise auswirken, was die Inflation anheizen wird. Damit werden sich auch Finanzierungen verteuern und die Baukosten werden spürbar zulegen. „Daher gehen wird davon aus, dass Bestandsimmobilien tendenziell profitieren werden, während sich die Bedingungen für Neubauprojekte leider weiter verschärfen werden“, betont Reikersdorfer.
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