Hotel Mama, Hotel Papa: Vom Zusammenleben daheim

Junge Erwachsene verlassen mit Mitte 20 das Elternhaus. Dass die eigene Wohnung warten muss, hängt auch mit der erschwerten Suche nach günstigen Mietwohnungen zusammen.
Zwei Jugendliche zocken, während die Mutter die Hausarbeit macht.

Der Zeitpunkt, wann Kinder ihre erste eigene Wohnung beziehen, hängt von vielen Faktoren ab. 26 Prozent der Bevölkerung in österreichischen Privathaushalten haben im vergangenen Jahr mit einem oder beiden Elternteilen in einem Haushalt gelebt. Die Mehrheit der Jungen zieht mit Mitte 20 von zu Hause aus, belegen Zahlen der Statistik Austria. „2025 lebten rund 97 Prozent der 15- bis 19-Jährigen bei einem oder beiden Elternteilen, bei den 25- bis 29-Jährigen war es jede bzw. jeder Vierte“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin.

Bei den über 30-Jährigen gebe es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. In dieser Altersgruppe wohnen deutlich mehr Männer als Frauen bei den Eltern.  Ab dem 30. Lebensjahr lebt nur noch ein kleiner Teil – zehn Prozent und mit steigendem Alter immer weniger – im Elternhaus. Bei den 30- bis 34-Jährigen gab es einen geringfügigen Anstieg von 9,8 auf 10,3 Prozent, durch eine Zunahme bei Frauen.

Portrait of happy senior parents and their adult daughter at home.

Das Zusammenleben unter einem Dach kann ein Gewinn sein, nicht nur, weil man sich Wohnkosten spart

Generell sind in der Altersgruppe zwischen 30 und 44 Jahren die Anteile von Männern, die bei Eltern leben, in den vergangenen 20 Jahren gesunken, jene der Frauen sind angestiegen. Interessant: Ab dem 45. Lebensjahr zeigt sich bei Männern und Frauen in den vergangenen 20 Jahren eine deutliche Zunahme von bei den Eltern lebenden Personen. Die Zahlen belegen, dass es für junge Menschen nicht immer einfach ist, eine passende und erschwingliche Mietwohnung zu finden, vor allem im städtischen Raum.

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