Architektur und Musik: Neue Opernhäuser für Hamburg und Düsseldorf
Ein gläsernes Opernhaus: Das soll der Neubau in der Hafencity Hamburg sein. Jury, Stadt und Kühne-Stiftung stellten den Architektenentwurf vor, der sich gegen vier andere Entwürfe durchgesetzt hat. Das dänische Architektenbüro Bjarke Ingels Group soll die neue Oper, für die der Milliardär Klaus-Michael Kühne bis zu 330 Mio. Euro zur Verfügung stellt, auf dem Baakenhöft errichten. Der Baakenhöft werde mit dem Neubau und der öffentlichen Parkanlage am Elbufer zu einem attraktiven Ort.
Neubau in der Hafencity Hamburg
Der Entwurf (Bild oben) sieht eine einladende, rundum begehbare Dachlandschaft vor, die sich zu allen Seiten zur Elbe und in die Stadt hinein öffnet. Der Siegerentwurf wird in den kommenden zwei Jahren in enger Abstimmung mit Stiftung, Stadt und Staatsoper als künftige Nutzerin konkretisiert. Erst dann will die Kühne-Stiftung abschließend über die Realisierung entscheiden.
Laut Jury ist der Entwurf eine „gelungene Symbiose aus guten Bedingungen für ein Opernhaus und spannendem Wahrzeichen für alle Hamburger“. Die Dachauskragungen der Fassade wurden gewürdigt, aus denen eine Kaskade von Balkonen resultiert: „De facto entsteht eine Spirale aus Dachgärten, die mit Bäumen, Büschen und Gräsern bepflanzt wird.“ Der Baubeginn ist für 2030 geplant.
Das Architekturbüro „Snøhetta Oslo AS“ aus Norwegen
ging im Wettbewerb für das Opernhaus in Düsseldorf als Sieger hervor.
„Opernhaus der Zukunft“ für Düsseldorf
Die Stadt Düsseldorf plant den Neubau ihres Opernhauses. Mit einer Programmfläche von rund 38.000 Quadratmetern soll ein zukunftsweisender Quartiersbaustein entstehen, der in innovativer Form den Raum für Kultur und Kommunikation schafft. Am neuen Standort werden nicht nur zeitgemäße Räume für die Opern- und Ballettnutzung der Deutschen Oper am Rhein mit einem Opernsaal mit circa 1.300 Sitzplätzen entwickelt, sondern auch Flächen für die städtische Clara-Schumann-Musikschule, die Musikbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf sowie Räume für allgemeine Bildungsangebote und Gastronomie.
Die Entscheidung im Wettbewerb für das „Opernhaus der Zukunft“ ist vor Kurzem gefallen: Vier Entwürfe gingen aus dem Generalplanungswettbewerb als Sieger hervor. Das Architekturbüro „Snøhetta Oslo AS“ aus Norwegen wurde dabei als Erstplatzierter gekürt. Das Preisgericht hob besonders die drei Aussichtsterrassen und das Panoramafenster mit Blick auf den Hofgarten hervor. In Anlehnung an die alte Oper wählten Snøhetta Kalkstein und Kalksandstein für die Fassade. Zu den Überraschungen des Siegerentwurfs gehört das aus einem Holzblock herausgeschnittene Foyer.
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