Von Bregenz bis Linz: Neue Wahrzeichen dank innovativer Bauherren
Domcenter in Linz: Blick aus dem neuen Pavillon, der an der Ostseite des Bauwerks entstanden ist.
Zusammenfassung
- Der Bauherrenpreis ’25 der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs zeichnet die enge Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Architekt aus.
- Aus 112 Einreichungen wurden 24 Projekte nominiert und mehrere innovative Bauwerke in ganz Österreich prämiert, darunter das Domcenter Linz und das House of Schools.
- Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie partnerschaftlicher Dialog zu außergewöhnlichen architektonischen Lösungen und Innovationen führt.
Gute Bauherrenschaft ist essenziell, damit in Zusammenarbeit mit Architekten besondere Projekte entstehen können. Das betonen Planer immer wieder. Doch wie sieht so ein gutes Zusammenspiel aus und wie bringt sie herausragende Architektur und Innovation hervor? Seit 1967 geht der Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs dieser Frage nach, begleitet die Entwicklung der österreichischen Architekturlandschaft und dokumentiert die Kräfte, die die gebaute Umwelt prägen.
Der Preis honoriert Personen, die sich als Bauherr, Auftraggeberin oder Mentor für die Baukultur in Österreich verdient gemacht haben. Ausgezeichnet werden beispielhafte Projekte, bei denen die intensive Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Architekt zu außergewöhnlichen Lösungen geführt hat.
Domcenter in Linz, beauftragt von der Bischof-Rudigier-Stiftung, geplant von Peter Haimerl Architektur und Studio Clemens Bauder.
Aus den 112 Einreichungen wurden 24 Projekte nominiert. Daraus ermittelte die Hauptjury die diesjährigen Preisträger des ZV-Bauherrenpreises 2025.
Das Domcenter in Linz
Bauen an der Flanke eines hundert Jahre alten Doms, wie gelingt das? Der Entwurf eines Pavillons bewältigt eine auf den ersten Blick kaum lösbare Aufgabe: einem historischen Gebäude einen weiteren Eingang mit Infocenter an die Seite zu stellen. Die Bischof-Rudigier-Stiftung als Bauherrin wollte den Dom an der Ostseite öffnen, um den Domplatz besser nutzen zu können. Die Lösung: drei Baldachine, die hinter einer zurückgesetzten Glasfassade Café, Infostand und Zugang beherbergen.
House of Schools in Linz für den Campus der Johannes Kepler Uni wurde von der BIG errichtet, nach Plänen von querkraft Architekten.
House of Schools in Linz
Mit dem HOS House of Schools ist für die JKU am Campus ein moderner Lern- und Arbeitsort entstanden. Der Stahlbeton-Skelettbau beherbergt Büros und Seminarräume. Das Atrium verbindet die fünf Ebenen. Bei der Fassade ist ein Pfosten-Riegel-System der Stahlkonstruktion mit Elementen von Sonnenschutz und Begrünung vorgelagert.
Wohnbau Loftflügel am Nordbahnhof in Wien für Wiener Städtische Versicherung AG, geplant von StudioVlayStreeruwitz ZT.
Loftflügel in Wien
Der „Loft-Flügel“ an der Ecke Bruno-Marek-Allee und Taborstraße im 2. Bezirk ist architektonischer ein Sonderfall unter den Geschoßwohnungsbauten am Nordbahnhof. Der vorgesetzte Laubengang zum Innenhof dient der Erschließung, beherbergt aber auch die privaten, teils durch Vorhänge abgetrennten Freibereiche der Loftwohnungen.
Waldarena in Velden, Kärnten. Bauherr: Fußballverein ATUS, geplant von Hohengasser Wirnsberger Architekten.
Waldarena in Velden
Die vom Fußballverein ATUS von der Gemeinde Velden in Kärnten gepachtete Sportanlage war technisch veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Daher wurde die Sportanlage neu konzeptioniert. Neu entstanden sind vor allem der Vorplatz und die Tribüne.
Museum Bezau, beauftragt vom Vorarlberg Museumsverein, geplant von Innauer Matt Architekten ZT.
Museum Bezau
Vor rund hundert Jahren entstand in Bezau, Vorarlberg, ein Heimatmuseum, das nun neu belebt wurde. Der Stadel wurde durch einen modernen Baukörper ersetzt. Der Neubau bietet Platz für verschiedene Ausstellungen.
Hotel und Wohnen am Hirschengrün in Salzburg. Bauherr: Katharina und Nikolaus Richter-Wallmann, geplant von LP architektur ZT und Dietrich Untertrifaller Architekten.
Hotel am Hirschengrün, Salzburg
Aus dem ehemaligen Hotel Hirschenwirt entstand ein Quartier mit Hotel, Wohnen, Gewerbe und Innenhof. Die historische Lochfassade wurde neu interpretiert.
Erweiterung der Windkraftanlage Simonsfeld, Niederösterreich, von juri troy architects.
Windkraftanlage Simonsfeld, Ernstbrunn
Der Erweiterung des Stammsitz des Unternehmens in Niederösterreich schließt diesen zu einem Vierkanthof. Dadurch ist ein neuer Innenhof entstanden, der nun von den Mitarbeitern genutzt wird. Der Holzskelettbau wurde durch zwei Stampflehmkerne ergänzt.
Kommentare