ILLUSTRATION - Eine Energiesparlampe von Osram leuchtet am Dienstag (29.03.2011) in Straubing (Niederbayern) vor dem Firmenschriftzug .Die Siemens AG verordnet sich kaum ein halbes Jahr nach dem Ende des jüngsten Umbaus eine neue Struktur. Dazu gehört auch ein Börsengang der profitablen Lichttochter Osram GmbH. Osram erwirtschaftete zuletzt mit rund 40.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro. Foto. Armin Weigel dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Wirtschaft
09/30/2019

IG Metall warnt vor Übernahme von Osram durch österreichische ams

Gewerkschaft hält Angebot des österreichischen Halbleiterkonzerns für existenzgefährdend.

Die Gewerkschaft IG Metall hat vor einer Übernahme des Leuchtmittelherstellers Osram durch die österreichische Firma ams gewarnt. Deren Übernahmeangebot gefährde die "Existenz des gesamten, dann hoch verschuldeten, neuen Unternehmens", erklärte die Berliner IG Metall am Montag. Demnach würde dieses Unternehmen "mit einer gigantischen Verschuldung von 4,5 Mrd. Euro" starten.

Laut IG Metall geht es um insgesamt 35.000 Arbeitsplätze bei Osram und ams.

Frist läuft am Dienstag ab

Der österreichische Halbleiterkonzern ams hatte sein Angebot pro Osram-Aktie zuletzt auf 41 Euro erhöht und will die Übernahme des angeschlagenen Unternehmens im ersten Halbjahr 2020 abschließen. Dafür müssen aber mindestens 62,5 Prozent der Osram-Aktionäre dem Angebot zustimmen. Die Frist dafür läuft am Dienstag ab. Neben ams ist unter anderem der US-Investor Bain Capital an Osram interessiert.

Osram ist einer der führenden Leuchtmittelhersteller weltweit, musste seine Umsatzerwartungen in diesem Jahr aber stark nach unten korrigieren. Während ams betont, die Übernahme sei "strategisch sinnvoll" und das Angebot "vollständig finanziert", warnen die Gewerkschafter vor der Verschuldung, die "dem Viereinhalbfachen des Nettogewinns von ams" entspreche.

Die Berliner IG Metall-Chefin Birgit Dietze sprach sich dafür aus, eine Zusammenarbeit stattdessen durch eine sogenannte "Fusion von Gleichen zu vollziehen". In diesem Fall könnten "die Milliardensummen nicht in die immense Schuldentilgung, sondern in Investitionen zur Gestaltung der Transformation fließen".

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