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Wirtschaft
05/27/2021

Humanic setzt auf Auferstehung von Franz und Vermessung des Kunden

Der Humanic-Chef hält es für realistisch, dass bald wieder mehr Schuhe in Europa produziert werden

von Simone Hoepke

Der Schuhhändler Humanic startet quasi mit einer Wiederauferstehung aus der Lockdown-Zeit. Die Handelskette lässt ihre alte Franz-Werbung wiederaufleben und vermisst künftig seine Kunden. „Zumindest die Füße“, sagt Humanic-Vorstand Michael Rumerstorfer.

Gemeint ist ein Scan, der dafür sorgen soll, dass die Schuhe künftig auch wirklich richtig sitzen. „Binnen 20 Sekunden haben sie einen perfekten 3D-Scan ihres Fußes bis zum Unterschenkel“, wirbt der Humanic-Chef. Ein Service, speziell auch für Kinder, meint Rumerstorfer. Schließlich können sie sich oft nicht ausreichend artikulieren beim Schuhkauf.

Service – das war auch ein wesentlicher Aspekt der alten Humanic-Werbung der 1970er und 80er Jahre. Und dieser soll – inklusive Werbung – nun wieder ins Rampenlicht gestellt werden. Rumerstorfer erwartet Nachziehkäufe – auch, weil demnächst endlich wieder Hochzeiten und größeren Feste stattfinden dürfen. Die Wiedereröffnung der Gastronomie habe die Konsum- und Kauflaune zurückgebracht, sagt der Händler. Ein Rückblick: Im Jahr 2020 sind die Erträge der Schuhhändler laut den Zahlen der Statistik Austria um ein Fünftel eingebrochen.

Öko-Treter

Laut Umfragen wollen Konsumenten beim Kauf mehr auf Nachhaltigkeit achten. Entsprechende Zertifikate gibt es längt, das Thema ist vielschichtig. Die Palette reicht von der Herkunft des Leders, über die Färbung der Treter bis hin Verpackung. Der Humanic-Chef setzt auf entsprechende Marken und auch auf Regionalität. „Es gibt viel mehr österreichische Marken, als manche denken“, sagt er mit Verweis auf Paul Green oder Think.

Sportschuhe kommen allerdings vor allem aus Asien, größere europäische Produzentenländer für Lederschuhe sind noch Italien und Portugal. Rumerstorfer glaubt, dass Fertigungen vor Ort nach Corona an Bedeutung gewinnen werden. Auch weil viele in der Krise logistische Probleme hatten – etwa, weil der Containerverkehr zum Erliegen gekommen ist.

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