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Heimische Tankstellen rüsten bei Ladeinfrastruktur auf

Stabile Versorgung, weniger Standorte, mehr Angebote: Österreichs Tankstellen verändern sich rasant.
Immer mehr Tankstellen bieten auch E-Auto-Ladestationen an.

Zusammenfassung

  • Österreichs Tankstellen bieten zunehmend Ladeinfrastruktur für E-Autos und entwickeln sich zu Energiehubs.
  • Die Zahl der Tankstellen ist leicht rückläufig, das Netz gewährleistet aber weiterhin flächendeckende Versorgung.
  • Schnellladepunkte und alternative Kraftstoffe wie HVO 100 gewinnen an Bedeutung, während konventionelle Kraftstoffe parallel bestehen bleiben.

Zum Jahresende 2025 waren in Österreich laut einer Erhebung des Fachverbands der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (FVEK) 2.694 öffentlich zugängliche Tankstellen in Betrieb. Der Bereich Elektromobilität entwickelte sich dabei dynamisch, Schnellladepunkte ab 150 kW stellten bereits die Mehrheit aller Ladepunkte dar.

Zahl der Tankstellen hat abgenommen

Das österreichische Tankstellennetz gewährleistet laut Erhebung die flächendeckende Versorgung von über 5 Mio. Pkw sowie Motorrädern, Autobussen und Lastkraftwagen. Unterschieden werden zwei Gruppen: 1.283 Major-Branded Servicestationen der Marken der FVEK-Mitgliedsunternehmen Enilive, BP, OMV mit Avanti, Shell und JET sowie 1.411 Standorte weiterer Marken wie Turmöl, Genol, Avia, SOCAR und andere. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Major-Branded Tankstellen um 22 zurück, jene der sonstigen Tankstellen um 8.

Alternativen zu klassischen Treibstoffen legen zu

Im Jahr 2025 konnten E-Autos laut Erhebung an 334 Tankstellen geladen werden. Die Zahl der Ladepunkte an österreichischen Tankstellen stieg 2025 um fast 57 Prozent auf 1.246. Davon entfielen 1.119 auf Schnellladepunkte ab 150 kW. 160 Tankstellen bieten den alternativen Kraftstoff HVO 100 an. „Die Tankstelle der Zukunft ist ein Energiehub“, sagt Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des FVEK. „Dabei setzen wir auf Parallelbetrieb: Konventionelle Kraftstoffe bleiben im Angebot, solange sie gebraucht werden – alternative Energieträger gewinnen Schritt für Schritt an Gewicht.“

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