Internet shopping with laptop

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Wirtschaft
11/22/2021

Heimische Onlineshops als Alternative

Wer in den nächsten Wochen Weihnachtsgeschenke kaufen möchte, muss dies in erster Linie online erledigen. Dabei muss es nicht immer der US-Riese Amazon sein.

von Robert Kleedorfer

Seit heute, Montag, befindet sich der stationäre Handel wieder im Lockdown. Ausgenommen sind der Lebensmittelhandel, Drogerien, Apotheken und Handyshops. Wie schon in den vergangenen Lockdowns wird es zum Abfluss von Kaufkraft in den Onlinehandel kommen, der von ausländischen Anbietern dominiert wird, allen voran Amazon. Verschärft wird dies durch den Umstand, dass bald Weihnachten vor der Tür steht.

Starker letzter Einkaufstag

Viele nutzten den Samstag noch als letzten Einkaufstag: Der Handelsverband spricht von zehn Prozent mehr Kunden und von 15 Prozent höheren Umsätzen (im Vergleich zu 2019). "Allerdings kann er in keiner Weise das Tal der Tränen wettmachen, das jetzt auf den Handel zukommt", heißt es. Wer weder bei Amazon kaufen noch bis zum Ende des Lockdowns warten möchte, kann bei heimischen Online-Alternativen Geschenke kaufen. Der KURIER gibt einen Überblick:

shöpping.at: Der Online-Marktplatz der Österreichischen Post ist 2017 gestartet und hat nach anfänglichen Akzeptanzproblemen Fuß gefasst. Vor allem die Pandemie half bei der Etablierung. Fast 2.000 heimische Händler bieten rund drei Millionen Produkte an. Vor einem Jahr waren es nur 1.000 Händler. Ab einem Bestellwert von 33 Euro ist der Versand kostenlos. Die Zustellung erfolgt natürlich über die Post. Der Umsatz verdreifachte sich im Vorjahr auf 44 Millionen Euro, für heuer oder spätestens nächstes Jahr soll die Gewinnzone erreicht werden.

myproduct.at: Die schon 2009 von drei Wieselburger Studenten gegründete Plattform vermittelt (zum Teil auch über shöpping.at) 10.000 Produkte von mehr als 500 Kleinproduzenten. Die Plattform steht prinzipiell Betrieben aus ganz Europa offen, wobei die Wertschöpfung (Rohstoffe, Entwicklung, Produktion, Verpackung) in Europa stattfinden muss. Die Produkte dürfen dennoch nicht überregional im Handel erhältlich sein. "Keine Massenware", lautet eine Devise.

bauernladen.at: 1.100 landwirtschaftliche Hersteller mit mehr als 17.000 Produkten (Lebensmittel, Wein und Naturkosmetik) sind auf dieser Plattform zu finden. Auf Nachhaltigkeit und Transparenz, was Herkunft und Erzeugung betrifft, wird dabei laut Eigenangaben großer Wert gelegt. Gutscheine für alle teilnehmenden Hersteller sind direkt über bauernladen.at erwerbbar, sonst dient die Plattform nur als Vermittler.

shoepy.at: Über das im April 2020 gegründete Start-up werden diverse Produkte von anderen heimischen Start-ups verkauft. Shöpy wurde heuer vom Grazer Unternehmen Niceshops übernommen. Dieses betreibt international rund 40 verschiedene Shop-Portale mit insgesamt 341 Onlineshops, darunter auch einige mit rein Österreichbezug wie ichkoche.at, holzbrennerei.at, fromaustria.com oder vulkanland.at.

austrian-limited.at: Die Plattform wurde 2016 gegründet und vermittelt hochwertige Erzeugnisse von mehr als 250 heimischen Manufakturen wie Gölles, Reisetbauer, Ludwig Reiter , Vulcano, Schlumberger , Palmers oder Vossen.

Viele kleine Anbieter: Neben den genannten Möglichkeiten sind viele weitere heimische Shops online. Neben stationären Händlern auch Plattformen wie kauftregional.at, kaufdaheim.at, oegreissler.at, foodcops.at, biobaer.at oder heimat-laden.at.

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