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Frequenzversteigerung
10/23/2013

Ratingagenturen senken Daumen über Telekom

Moody's und Standard & Poor's erwarten negative Effekte für das Unternehmen.

Um insgesamt 2,014 Milliarden Euro haben Österreichs Mobilfunker Telekom Austria (TA), T-Mobile und Drei (Hutchison) alte TV-Frequenzen ersteigert (mehr dazu). Über eine Milliarde Euro nahm die TA für die neuen Mobilfunkfrequenzen in die Hand. Einen Tag nach der Ersteigerung hat die US-Ratingagentur Moody´s das Rating für das börsenotierte Unternehmen von Baa1 auf Baa2 gesenkt. Der Ausblick bleibt aber stabil, eine weitere Abwertung zeichnet sich damit derzeit nicht ab.

Moody's geht davon aus, dass die Ausgaben für die Frequenzen einen negativen Effekt auf die Finanzzahlen des Unternehmens haben wird, heißt es in der Begründung der Agentur. Auch wenn das Mobilfunkgeschäft profitieren dürfte, werde die Fremdfinanzierung des Deals die finanziellen Risken der Telekom Austria so sehr erhöhen, dass die Bewertung mit Baa1 nicht mehr zulässig wäre. Die Telekom habe mehr als doppelt so viel gezahlt, wie Moody's erwartet hatte. Immerhin habe die Telekom Austria etwa 625 Mio. Euro Barbestände und rund 1 Mrd. Euro an langfristigen Kreditrahmen, die jederzeit genutzt werden könnten.

Nach Moody's senkte Mittwochnachmittag auch Standard & Poor's den Daumen gesenkt. S&P stufte die Telekom um eine Stufe auf "BBB-" von "BBB" zurück - mit stabilem Ausblick. Damit muss die Telekom Austria künftig tendenziell höhere Zinsen etwa bei Anleihen zahlen. Trotz der schlechteren Noten besitzt das Unternehmen aber weiterhin ein sogenanntes "Investment-Grade-Rating".

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