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Ticketpreise steigen vor allem auf Kurzflügen

Seit Februar legten Preise innereuropäisch im Schnitt um bis zu 15 Prozent zu.
Lufthansa

Die Fluggesellschaften stehen derzeit wegen stark gestiegener Kerosinkosten infolge des Irankriegs unter finanziellem Druck. Wie eine Analyse des Luftfahrtdatendienstleisters Cirium für das Handelsblatt zeigt, haben daher die Airlines seit Ende Februar ihre Ticketpreise deutlich erhöht. 

Besonders stark verteuerten sich innereuropäische Flüge in der Economyklasse bei den Billigfluggesellschaften Ryanair, Easyjet und Wizz Air. Dort stieg der durchschnittliche Preis von 73,14 Dollar im Februar auf 84,37 Dollar im Mai – ein Plus von 15,35 Prozent. Gegenüber Mai 2025 liegen die Preise sogar 39 Prozent höher. Auch die europäischen Netzwerk-Airlines Lufthansa (inkl. AUA und Swiss), IAG (British, Iberia) und Air France-KLM steigerten ihre Preise auf europäischen Strecken um 7,22 Prozent.

Auf Transatlantikflügen in die USA wurden Economy-Tickets ebenfalls deutlich teurer. Die europäischen Airlines verlangten rund 20 Prozent mehr, die großen US-Fluggesellschaften 22,33 Prozent. Die Preise in der Businessklasse veränderten sich dagegen kaum und sanken teilweise sogar leicht. Begründet wird dies mit höheren Spannen.

Die Airlines konnten die Mehrkosten im zweiten Quartal noch nicht vollständig über höhere Ticketpreise ausgleichen. Denn viele Tickets seien bereits vor Beginn des Konflikts verkauft worden und konnten nachträglich nicht verteuert werden. Bei Lufthansa und IAG wurden laut Analyse deshalb nur etwa 60 Prozent der zusätzlichen Treibstoffkosten durch höhere Erlöse kompensiert. Air France-KLM erreichte rund 85 Prozent.

In der zweiten Jahreshälfte wollen die Fluggesellschaften die verbleibenden Kosten stärker über höhere Preise auffangen.

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