Feuerwehrausrüster Rosenbauer kehrt auf die Erfolgsspur zurück

Die Hälfte des Umsatzes wird außerhalb Europas erwirtschaftet.
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Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer (4.900 Mitarbeiter) blickt auf das erfolgreichste Jahr seiner 160-jährigen Unternehmensgeschichte zurück. Im Vorjahr steigerte der börsennotierte Konzern mit Sitz in Leonding sein Periodenergebnis um 82,2 Prozent auf 54,3 Millionen Euro.

Der Gewinn vor Steuern verdoppelte sich nahezu auf 54,7 Millionen Euro, die EBIT-Marge erreichte 5,9 Prozent. Der Umsatz wuchs von 1,31 Milliarden auf 1,43 Milliarden Euro.

„Der Rekordumsatz, die Ergebnisverdoppelung und die halbierte Verschuldung zeigen unsere wiedergewonnene Stärke“, erklärte Konzernchef Robert Ottel. Für das laufende Jahr gibt sich das Management zuversichtlich. Heuer werden 1,6 Milliarden Euro Umsatz und eine EBIT-Marge von mehr als sechs Prozent angepeilt.

Die Auftragslage sei gut, die Auslastung hoch. Der Auftragsbestand beträgt 2,35 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 16,6 auf 27,8 Prozent. Trotz geopolitischer Spannungen ortet der Feuerwehrausrüster kaum Belastungen für sein Geschäft.

Produktion in den USA

Die US-Zollpolitik unter Präsident Donald Trump treffe den Konzern wenig, da in den USA für den lokalen Markt produziert werde. Der Nahe Osten mache weniger als fünf Prozent des Geschäfts aus – gleichzeitig steige dort die Nachfrage nach Zivilschutzlösungen.

Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt Rosenbauer inzwischen außerhalb Europas. Wachstumstreiber bleiben Nordamerika und ausgewählte internationale Märkte. Auch bleibt Rosenbauer dem zivilen Markt treu, auf den weltweiten Rüstungsboom wollen die Oberösterreicher nicht aufspringen. „Schützen und retten ist unser Kernwert“, betonte Ottel. Bilanziellen Rückenwind brachte der Einstieg des Kernaktionärs Robau Beteiligungsverwaltung um Mark Mateschitz, Stefan Pierer und zwei Gesellschaften der Raiffeisenlandesbank OÖ. Robau hält 55 Prozent der Anteile, 17 Prozent verbleiben bei den Gründerfamilien. Der Rest entfällt auf den Streubesitz.

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