ARCHIV - Neuwagen des Typs Ford-Fiesta und Fusion, die in Köln produziert wurden, werden am 10.09.2009 auf einem Binnenschiff über den Rhein in Düsseldorf gefahren. Die deutsche Wirtschaft dürfte kraftvoll ins Jahr 2011 gestartet sein. Volkswirte erwarten ein Plus der Wirtschaftsleistung von bis zu einem Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Die genauen Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gibt das Statistische Bundesamt am Freitag (13.05.2011) in Wiesbaden bekannt. Foto: Oliver Berg dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Eurotax
02/05/2014

NoVA macht drei Viertel der Autos teurer

Die NoVA-Erhöhung schlägt auf breiter Front durch, so der Auto-Dienstleister Eurotax.

Wer die Anschaffung eines Neuwagens plant, dem sei zur Eile geraten. Bei Käufen bis zum Stichtag 15. Februar – es gilt das Datum der Kaufvertragsunterzeichnung – greift noch die alte und auch billigere Normverbrauchsabgabe (NoVA) (mehr dazu...). Dann wird es kostspieliger: Die Regierung möchte über eine höhere NoVA Spritfresser, die auch mehr Schadstoffe ausstoßen, unattraktiver machen und nebenbei 50 Millionen Euro damit einnehmen.

Der Auto-Dienstleister Eurotax hat die neue Normverbrauchsabgabe (NoVA) durchgerechnet und ist zur Erkenntnis gelangt, dass 73 Prozent der Neuwagen dadurch teurer werden. "Wer meint, es würde nur Luxusfahrzeuge und Benzinschleudern treffen irrt sich, die NoVA-Erhöhung schlägt auf breiter Front durch", so Eurotax am Mittwoch in einer Aussendung.

Im Schnitt 320 Euro teurer

Von knapp 7.800 berechneten Fahrzeugtypen ergebe sich nur für rund 2.100 eine niedrigere Belastung (geringerer Bruttopreis). Rund 5.700 Typen werden teurer. Der überwiegende Teil dieser Typen werde um bis zu 5 Prozent brutto mehr kosten. Rund 300 Typen würden 5 bis 15 Prozent teurer.

Im Durchschnitt über alle Typen erhöhten sich die Bruttopreise durch die neue NoVA um 320 Euro, die zusätzliche Gesamtbelastung für die Autokäufer liege somit bei 101 Mio. Euro.

Motorräder

In der Diskussion um die höhere Besteuerung von Pkw-Neuzulassungen ist bisher untergegangen, dass auch Motorradkäufer tiefer in die Tasche greifen müssen. Bei der NoVA für Motorräder wird der Höchststeuersatz von 16 auf 20 Prozent angehoben.

Steuer sparen mit Elektroautos

Die Autobranche ist nach wie vor in heller Aufregung. Nicht nur die Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer sowie der Normverbrauchsabgabe (NoVA) mit 1. März stößt auf Unverständnis, sondern auch die erst in der Vorwoche neuerlich geänderte Berechnung. Dies führt zu einer noch stärkeren Verteuerung als ursprünglich geplant. Die steuerliche Mehrbelastung steigt laut „Forum Mobilität“ von 50 auf knapp 100 Millionen Euro im Jahr. Laut ÖAMTC werden 90 Prozent aller Neuwagen teurer. „Ich habe das noch nie erlebt“, zeigt sich Kurt Egloff, Chef von BMW Austria, von der Vorgehensweise der Bundesregierung überrascht.

Bei der Steuerbelastung seien Österreichs Autofahrer schon jetzt führend in Europa, eine Erhöhung sei nicht unproblematisch. „Der eine oder andere Kunde wird sich für ein kleineres Modell entscheiden“, so seine Erwartung. Generell würden Benziner stärker belastet werden.

Spritfresser

Paradox ist auch, dass durch die Umstellung der Berechnung der NoVA auf den Nettopreis große, verhältnismäßig günstige Spritfresser aus den USA sogar billiger werden. Das Finanzministerium sieht darin aber kein großes Problem. „Von 336.000 neu zugelassenen Pkw in 2012 wiesen nur 777 einen CO2-Ausstoß über 250g/km auf“, heißt es. Änderungen seien nur noch im „parlamentarischen Prozess“ möglich.

Nicht betroffen von der NoVA sind Autos mit Elektroantrieb. Auch aus diesem Grund gibt es bei BMW eine starke Nachfrage nach dem im Vorjahr herausgebrachten Kleinwagen i3 (einen Praxistest lesen Sie hier). Mehr als 250 Käufer gibt es bereits, mehr als 300 sollen es heuer sein. „Die Nachfrage ist größer als das Kontingent“, so Egloff. Im Sommer kommen mit dem i8 ein Hybrid-Modell (Benzin und Elektro) sowie ein E-Motorrad heraus.

Insgesamt verkaufte BMW im Vorjahr hier zu Lande 17.616 Pkw (inklusive Mini). Das ist zwar ein Minus von 1,9 Prozent, aber dennoch das drittbeste Ergebnis in Österreich. Ein Gutteil der Pkw fährt mit Motoren aus dem Werk im oberösterreichischen Steyr. 975.000 Motoren liefen im Vorjahr vom Band (minus 5,2 Prozent). Investiert wurden 350 Millionen Euro, heuer sollen es laut Werkschef Gerhard Wölfel erneut 200 Millionen sein. Der Umsatz war mit 3,4 Milliarden Euro stabil.

Auch er wünscht sich von der Regierung effektive Gesetze und Steuern, „die uns zu wettbewerbsfähigen Konditionen produzieren lassen. Der Vorsprung Österreichs bei den Lohnstückkosten ist weggeschmolzen.“ Er will mehr Junge und vor allem Frauen für die Industrie begeistern. „Technik ist cool und sexy.“ Der Mitarbeiterstand legte im Vorjahr um 100 auf 2823 Beschäftigte zu.

Die 10 wertvollsten Automarken der Welt

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Close-up view of the Nissan Resonance concept vehi

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